Ein Hundeblog

Die ersten Wochen

Wir wurden in der Nacht von Pfingstsonntag auf Montag 2002 geboren und alles verlief bestens. Mami und wir vier (2 Mädels und 2 Jungs) waren wohlauf. Was man so zu 380 – 420 Gramm Geburtsgewicht sagen konnte. Irgendwie kann ich es nicht glauben, dass wir „Jungs“ und „Mädls“ mal 25-30 kg „Kampfgewicht“ bekommen sollten.

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An die ersten Wochen kann ich mich leider nicht mehr sehr genau erinnern. Ich weiß nur, dass sich meine Mami ganz arg um uns gekümmert hat. Aber nicht nur Mami, da gab es auch noch meine Züchter-Eltern, die uns liebevoll hegten und pflegten. Uns fehlte es an nichts. Wir durften in einem separaten Zimmer ganz nahe bei unseren Züchter-Eltern schlafen und unsere Mami war Tag und Nacht für uns da. Na ja, manchmal musste sie schon was fressen oder mal in die Wiese laufen.

Wir wuchsen zusehend und bald schon waren unsere Augen offen und wir konnten nun die „Welt“ erobern. Es machte uns ganz viel Spaß miteinander zu spielen und zu toben, zusammen gekuschelt zu schlafen und Neues zu entdecken. Tja, und unsere Zähnchen konnten wir auch bald einsetzten.

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Dann kam der 29. Juni 2002. Da standen auf einmal ganz fremde Menschen bei meiner Mama und Züchter-Eltern. Lange, ganz lange standen sie in unserem Kinderzimmer und streckten ihre Köpfe in die Wurfkiste. Ständig waren irgendwelche streichelnde Hände in der Wurfkiste. Meine Schwestern und mein Bruder interessierten sich überhaupt nicht für die „Fremdlinge“. Der „frauliche Fremdling“ versuchte immer wieder meinen Bruder zu locken. Nun wurde es mir langsam zu bunt. Ich schaukelte in Richtung „Fremdlinge“ und sah sie mit meinen Augen an. Oh, ich glaube das war ein Fehler. Ich hörte nur einen entzückten Aufschrei und schon saß ich auf dem Schoß der Fremden. War ja irgendwie ganz nett. Ich kuschelte mich an sie und ließ mich streicheln.

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So, das war’s. Jetzt war wieder Ruhe in unserer Wurfkiste eingekehrt. Sooo muss ein Hund das machen und schon sind die Menschen wieder ruhig! Das dies nun mein Schicksal war, konnte ich nicht wissen. Von nun an hatte ich auch einen Namen: Chagall Hary – Ming

Doch diesen Namen habe ich bis heute noch nicht aus dem Mund meiner Herrschaft gehört. Die rufen mich immer: „Rusty“

 

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