Ein Hundeblog

Die vergessenen Sonnen- und Mondbären

AnimalsAsia_Jasper2oder: weil es mir sehr wichtig ist
Fotos mit freundlicher Genehmigung von AnimalsAsia, Deutschland

Ja – dies ist ein Hundeblog
und
Ja – dieser Beitrag handelt von Bären,
von den vergessenen Mond- und Sonnenbären in Vietnam und China.

Ich wäre heute noch nicht auf Facebook, wenn ich nicht die Fotos von Fiete’s   Züchterin Tineke  verpassen wollte.
Irgendwann letztes Jahr habe ich mich von einer Freundin anmelden lassen und mich nach und nach in dieser Welt bewegt. Vor einigen Wochen bekam ich auf FB einen Link, der mich erst neugierig und dann zu tiefst erschüttert hat.
Auf Fränkisch ausgedrückt:
„Mich hobs aus den Laatschen“ was ich da zu lesen und zu sehen bekam. Es nahm mir die Luft zum Atmen.

Nein – ich werde hier keine Fotos von grausam gequälten Gallen-Bären zeigen.AnimalsAsia_4

Bären-Mütter, die erschossen wurden, um an deren Welpen zu kommen um diese dann für den Rest ihres Lebens in viel zu engen Käfigen zu sperren.

Meist sind diese Gefängnisse so klein, dass sich die dann ausgewachsenen Bären nicht mehr bewegen können. Es gibt viel zu wenig Nahrung, zu wenig Wasser und sie fristen ihr schlimmes Dasein in dunklen, schmutzigen Verliesen.
Nur um einen Zweck zu erfüllen:
Man zapft den Bären bei vollem Bewusstsein und unter großen Schmerzen den Gallensaft ab.
Dieser Gallensaft wird in der TCM eingesetzt, obwohl der Wirkstoff Ursodeoxycholsäure seit vielen Jahren synthetisch hergestellt oder pflanzlich gewonnen werden kann. (Bericht des MDR)

Wie Legehennen sind diese Bären eingepfercht und haben neben schlimmen Durst und Hunger, auch eitrige Wunden am Bauch, wo der unsauberen Kathetern als „Zapfhahn“ lebenslänglich eingeführt wurde. Von den seelischen Schmerzen möchte ich gar nicht sprechen.Oftmals sterben die friedlichen Bären qualvoll an Leber- und Gallen Tumoren, die durch dieses „Melken“ nicht ausbleiben.

Sie fristen ein entwürdigendes Dasein – als wenn die Welt sie vergessen hätte.
Aber es gibt Menschen, die sie nicht vergessen haben!
AnimalsAsia_2

Pädda kennt mich zu gut und er sieht es mir an, wenn ich etwas mit mir herumtrage. Am Wochenende erzählte ich von diesen schlimmen Bildern, die ich gesehen habe. Begeistert war er nicht, dass ich mich diesem Thema annehme und wir diskutierten noch einige Abende über das „Für und Wider“ meines kleinen Engagements.
Für Pädda überwog  das „Wider“ – aber wer mich kennt weiß, dass ich nicht locker lasse. Ich ging auf die Suche nach einer Organisation, die direkt vor Ort tätig ist und die ich mit unterstützen möchte.

Für mich ist es wichtig, dass meine Hilfestellung direkt bei den Bären ankommt. Kein großer Verwaltungsaufwand soll meine Unterstützung schmälern und ich auch das Gefühl habe, dass es „meinen Bären“ gibt, den ich unterstütze.  Durch einen kleinen Foreneintrag bin ich zu AnimalsAsia gekommen. Von Anfang an fühlte ich mich, als wenn ich kein anonymer Spender bin, sondern ein Teil des Ganzen um den Bären zu helfen. Für mich zählt Offenheit und Transparenz und dieses wird bei AnimalAsia  gelebt. Es besteht auch die Möglichkeit, die Station im Norden von Vietnam nach vorheriger Anmeldung zu besuchen um die geretteten Bär „live“ zu sehen.

Ja – ich zeige Fotos von grausam gequälten Bären – nachdem sie durch Jills Einsatz ein artgerechtes Bärenleben führen dürfen. Die Bilder zuvor? … ich wusste nicht, zu was wir Menschen fähig sind und lasse diese hier auf dem Blog bewusst weg.

AnimalsAsia_Freddom_1

Was noch wichtig ist:
Durch die langjährige Arbeit von AnimalAsia  hat Vietnam endlich zugestimmt, dass es bis 2023 Bärenfarmfrei sein wird.

Nur, wohin mit den traumatisierten Bären?

Man kann sie nicht auswildern. Oftmals fehlen ihnen Gliedmaßen, die Zähne müssen gerichtet werden und sie benötigen zeitlebens Medikamente. Von den seelischen Schmerzen gar nicht zu sprechen. Sie benötigen die aufopfernde Hilfe von uns Menschen, damit sie wieder ins Bärenleben zurück  kommen.

Dafür schreibe ich diesen Blogeintrag.

Für diese schwer körperlich und seelisch  traumatisierten Bären, die durch AnimalsAsia im Norden von Vietnam und Chengdu ein neues zu Hause bekommen haben. Hier dürfen sie völlig unbeschwert ihre restlichen Lebensjahre erleben.
Diese Betreuung durch qualifizierte Helfer und Tierärzte kostet Geld.
Deshalb habe ich mich für eine Patenschaft von dem Mondbären „Freedom“ entscheiden.

AnimalsAsia_Freedom_4

Sie nimmt meinen kleinen Obolus symbolisch entgegen.

Er soll dazu beitragen, dass noch viele vergessene Bären bald aus den Gallenfarmen befreit werden können um ein sorgenfreies Leben im Bärenpark zu führen.
Wir sind es diesen wunderbaren Tieren einfach schuldig!

… ach ja.

Pädda hat sein „wider“ in ein „passt scho“ geswitcht. (Fränkisch – und bedeutet höchstes Lob – oder ein klares „pro“)
Es ist auch für ihn absolut indiskutabel, ein Tier sein ganzes Leben lang in Käfige einzuzwängen, um es unter vollem Bewusstsein so zu quälen.

Vielleicht kann ich mit diesem Blogeintrag ein klein wenig dazu beisteuern, dass die Bären nicht ganz vergessen werden.

Ich würde mich im Namen „meines Bärchens Freedom“ freuen!!!

 

Ein Kommentar

  • Es ist einfach fürchterlich was Menschen Tieren aus Tradition und Aberglaube antun. Ich möchte mich dazu gar nicht auslassen, das wäre sicherlich nicht jugendfrei!
    Schön das du dich engagierst und dein Mondbärchen unterstützt!
    Liebe Grüße
    Andrea

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.