Brauereigasthof Penning Zeisler

Ein Geheimtipp, der (k)einer ist. 14-DSC_8015

Der heutige Sonntag versprach vom Wetter her einen noch perfekteren Sonnenschein, als die letzten Tage. Was hielt uns zu Hause? Nichts! Ein Ausflug in die „Fränkische“ sollte es werden und wir beide hatten Lust auf ein „Schäuferla“. Franken hat die höchste Brauereidichte in Deutschland und eine Brauerei, die was auf sich hält, hat einen eigenen Brauereigasthof. Meistens ein Garant für guten Mittagstisch und ein wunderbares Bier.

Bier vom Fass - Brauereigasthof Penning

Gesagt – getan und so packte ich Pädda nebst Hunde ins Auto und los ging’s nach Hetzelsdorf in den Braureigasthof Pening Zeisler. Bereits um 11:30 Uhr waren alle Bänke vor der Gaststätte besetzt und wir konnten gerade noch einen Platz ergattern.

Fränkisches Schäuferla, mit Kraut und Klöße

Das Schäuferla war wieder perfekt und das Bier dazu ein fränkisch lukullischer Traum. Herz, was willst du mehr? Die nicht Mal 20 Euro für beide Essen incl. Getränke (ich hatte ein Radler) waren mehr als gut angelegt.

Pommersfelden – Ziegelhütte – Weiher – Pommersfelden

Wanderweg Nummer 7

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Irgendwie liegen meine Wanderungen ohne Pädda unter einem nicht besonders guten Stern, oder wir sind durch die wunderbaren Wanderwege, die wir zusammen die letzten Jahre schon gelaufen sind, sehr verwöhnt? Keine Ahnung. Auf jeden Fall wird der heutige Weg mit Sicherheit auch nicht in die Favoriten mit aufgenommen werden, sondern eher in Richtung „na ja“ mit eingestuft.
Mein Wunsch ist es, momentan in der Nähe Frensdorf die Routen zu erkunden, damit ich keine zu lange Anfahrtszeit habe. Für heute bot sich der längere Wanderweg rund um Pommersfelden an. Beschrieben wird er mit Wanderweg Nummer 7 (die Beschilderung ist jedoch nicht nummeriert) von Pommersfelden über Ziegelhütte und Weiher, zurück an den Ausgangspunkt. Der Weg ist mit ca. 14 km angegeben. Um 9:30 Uhr marschierten Smilla und ich vom Marktplatz aus los und waren nach 3 Stunden und 1 Minute wieder am Auto angekommen.

Zum Weg selber ist nicht viel zu sagen.
Ich hatte zwar eine Tracking-Aufzeichnung mit im Rucksack, nur, man sollte sie auch aktivieren 😉
Der Weg war größtenteils geteert. Selbst auf den Flurbereinigungswegen waren die Wege aus Steinplatten. Das relativ kurze Waldstück nach Unterköst, war breit und aufgeräumt und hat mit Waldcharakteristik sehr wenig zu tun.
Fazit: Unterdurchschnittlicher Wanderweg, der hauptsächlich auf geteerten Wegen entlang der Straßen führt.

Zapfendorf – Lauf – Sassendorf – Ebing – Zapfendorf

Unterwegs östlich von Bamberg

Wanderweg um Zapfendorf

Wanderweg um Zapfendorf

Es sprach nur mein Urlaub und das tolle Wetter dafür, dass dieser Weg heute von mir gelaufen wurde, denn es waren heute zwei Dinge komplett anders, als gewohnt.

Es war Donnerstag und kein Wochenende und, was viel schlimmer war und ist, Pädda liegt nach einem Skiunfall mit Oberschenkelhalsbruch im Krankenhaus …

Heute Morgen beim aufwachen habe ich mir noch überlegt, ob ich wirklich laufen möchte. Alleine laufen? Das habe ich noch nie gemacht. Klar, mit den Hunden bin ich alleine unterwegs, aber eine Wanderung? Ganz alleine? Doch es gab kein zurück mehr. Pädda wollte wissen, ob der ausgeschilderte Weg, der als „echtes Naturerlebnis – das Maintal rund um Zapfendorf“ das Highlight schlecht hin ist und wir diesen immer übersehen haben.

Ausgeschildert ist dieser Weg als: Anspruchsvoll mit steilen Steigungen, 15 km Länge. Gehzeit ca. 4-5 Stunden.

Meine Empfindung: (hatte kein Navi dabei)

  • Steigung: Ja, es gibt’s auch zwei oder drei Stellen, die als Anstieg durch gehen können.
  • Länge könnte  mit 16 km hin kommen.
  • Gehzeit incl. Pausen, 3 3/4 Stunden. (auf die Bahnhofsuhr ist mit Sicherheit verlass)

Größtenteils geht dieser Wanderweg über geteerte Wege, durch Dörfer und auf dem Höhenkamm entlang den Windrädern, die A73 und ICE-Trasse meist in Hör- und Sichtweite. Ganz hübsch war der ca. zwei km lange Weg, dem Main entlang zwischen Ebing und Zapfendorf. Mehr war’s dann auch nicht.

Fazit: Es gibt bei weitem schönere Wanderwege, als diesen.

 

 

Prag

in drei Tagen. Viel zu kurz um diese wundervolle Stadt kennen zu lernen.

 

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Letzte Woche war es soweit, wir fuhren mit dem IC DB-Bus von Nürnberg nach Prag. Mein ungutes Gefühl im Bus nach Prag zu fahren, hat sich keine zwei Minuten nach der Abfahrt ins Positive gewandelt. Die Fahrt war mehr als angenehm und, man soll es nicht glauben, die DB war sogar mehr als pünktlich.

Prag empfing uns in strahlendem Sonnenschein. Bewaffnet mit Reiseführer und Stadtplan machten wir uns beide auf, um unser Hotel „Jungmanns“ zu finden. Was waren wir von diesem kleinen, sehr feinen Haus positiv überrascht. Unser Zimmer war ein kleiner Traum, der Service top, das Frühstück perfekt. Befreit von unseren Rucksäcken erkundeten wir ab Mittag die Stadt zu Fuß. Vorbei an der Oper, weiter an der Moldau entlang, über die Karlsbrücke, rauf zur Prager Burg. Jeder Schritt, jeder Augenblick, jede Sekunde war es ein Fest für die Augen und die Sinne. In der Prager Burg angekommen, stand der Dom auf unserem Besichtigungsprogramm. Alle Türen waren verschlossen, nur eine kleine Seitentüre war geöffnet. Schwups – und schon standen wir vor der Kasse und lösten die Tickets für …. den Turm des Doms. Nein, das war nichts für mich. Nach 30 Stufen drehte ich wieder um, Pädda stieg die 287 Treppen hoch und kam nach einem tollen Ausblick über ganz Prag, keuchend nach ein paar Minuten wieder an den Ausgangspunkt. Zurück ging es über die Karlsbrücke und nach einem guten tschechischen Abendessen im „U Dvou kocek“(zu den zwei Katzen) lagen wir todmüde um 21:00 Uhr im Bett und schliefen den Schlaf der Reisenden.

Am nächsten Morgen genossen wir das üppige Frühstück im Hotel und tauchten sofort wieder in das Prager Stadtleben ein. Der Weg führte uns durch andere Gässchen wie am Tag zuvor, wieder hinauf zur Prager Burg. Der Dom, das Goldene Gässchen, Hradschiner Platz und vieles mehr, alles musste von uns besichtigt sein. 20 Minuten vor 12:00 Uhr standen wir in der Menschenmenge um dem täglichen Ritual der großen Wachablösung beizuwohnen. Interessant ist es schon, den jungen Männer in ihren prachtvollen Uniformen mit ihren Pauken und Trompeten zu zusehen. Danach suchten wir uns ein Plätzchen in einer Bierstube auf der Sonnenterrasse und genossen unser Mittagsbier. Ja, das musste einfach sein. Prag ohne Bier ist wie ein Franke ohne … …. 

Was mich sehr erstaunte: Die Prager Mädels trinken genauso gerne und viel Bier, wie die Prager Männer. Nach dieser Rast liefen wir zu unserem höchst gelegenen Ausflugsziel: Kloster Strahov. Neben an ist eine prachtvolle Bibliothek mit vielen alten und noch älteren Büchern. Wie gerne hätte ich in dem einen oder anderen Buch geblättert, was ja leider in einem Museum völlig ausgeschlossen ist. Langsam wandelten wir den Berg über die Prager Gärten zurück. Vorbei an den verschiedensten Botschaften, die in alten, ehrwürdigen Häusern residieren. Pädda holte sich bei einer Straßenbäckerei ein süßes Teigstück. Das ist nicht ganz mein Ding. Ein schwerer Teig, der über dem offenen Feuer gegart wird und dadurch Röstaromen annimmt, danach gewälzt in Zucker und mit Nutella eingestrichen. Allerdings war meine Bratwurst, die ich dann aus der Hand aß, auch nicht zwingend geschmacklich ein Gaumenrausch. Ein geräuchertes, gegrilltes aufgeschnittenes fettes Würstchen – kein Wunder, warum man so viel Bier in Prag trinken muss. Ein Abstecher noch in die St. Niklas Kirche und noch einer zum Malteser Platz vorbei an der Maria unter der Kette kehrten wir unter der Karlsbrücke zu unserem Nachmittagsbier ein. Der anschließende Sonnenuntergang über der Moldau … das hatte schon was für sich. Zum Abendessen waren wir wieder bei unseren „beiden Katzen“ und bestellten die Prager Spezialität: „gebratenes Schweineknie“, was unserem fränkischen Haxn sehr ähnlich ist. Das Bier schmeckte nach wie vor vorzüglich, nur auf den Becharovka verzichteten wir nach dem Essen gerne.

Tag drei in Prag und heute wollten wir den Stadtteil Josefstadt und Altstadt erkunden, die auf der östlichen Moldauseite liegen. Pulverturm, Rathaus, Altstädter Ring … ich konnte mich einfach nicht satt sehen. Das bunte Treiben der Musikanten und Jongleure, der Schinkenbratereien und Cafés … in jedem Augenblick zeigte sich die Stadt und ihre Menschen wieder in einem neuen bunten Licht und schillernden Farben. Die Judenstadt und ein langer Abstecher auf der Sonnenterrasse des Kaffee Kaffka sollten unsere letzten Eindrücke für den Tag sein, bevor wir schweren Herzens unsere Rucksäcke im „Jungmanns“ abholten und uns auf in Richtung Bahnhof machen mussten. Der IC DB Bus fuhr überpünktlich ab und als kleines Highlight hatten wir das Glück im Doppeldeckerbus auf den die beiden vordersten Plätze sitzen zu können. So konnte ich noch einmal einen letzten Blick auf die Karlsbrücke werfen und ihr zuflüstern, dass ich wieder kommen werde!

Vielen Dank an Pädda für diese Städtereise. Du hast mich wunderbar durch diese Stadt geleitet. Und danke an meine Freundin und ihren Mann die sich hervorragend um unsere beiden Hunde gekümmert haben, so dass ich mit all meinen Sinnen Prag genießen konnte.