Asil-Araber-Cup in Castell

Asil-Araber-Cup in Castell

oder: darf’s etwas besonders sein?

Was hat Arabien mit Franken gemeinsam?
Einfache Antwort: Nichts.
Doch diese Wochenende ist es in dem kleine verträumten Weinort Castell, durch das wir auch letzten Sommer auf unser „Steigerwalder Panorama“ Tour  gewandert sind, alles anders. Letztes Jahr waren Pädda und ich zweimal in Castell. Beide Male war das Dorf fast ausgestorben. Ein paar Winzer sah man in den umliegenden Weinbergen, das wars.
Was mich heute ins das klein Örtchen verschlug war nicht der Wein, der mit Sicherheit auf dem Fest in Strömen floss, sondern eine Begebenheit, die wahrscheinlich einmalig für Castell ist:
Der Asil-Araber Cup.
Alles was Rang und Namen bei den arabischen Pferden hatte, traf sich heute in diesem verträumten fränkischen Örtchen und ich war mitten drinne zwischen den Scheichs und Araberverrückten. Aber ohne meine Araber-Insiderin die ich begleiten durfte, wäre ich auf dem Platz verloren gewesen.
Was war das für ein Show-Laufen dieser wunderschönen und edlen Pferde. Mein Herz schlug bis zum Hals … sie sind einfach nur traumhaft schön! Die elitäre Gesellschaft, die nebst Bodyguard und tiefschwarz verdunkelten dicken Diplomaten-Limousine anreisten um das Geschehen zu verfolgen, verlief sich genauso in dem wunderschönen Schloßpark, wie ich. Um es auf einen Nenner zu bringen: Es war traumhaft schön – und ich musste wirklich an mich halten, um nicht mit einem Araber nach Hause zu kommen.

 

Frensdorf – Bruderwald – Pettstadt – Frensdorf

Route 66

oder: die Route 66 im Bruderwald

Hoppala … bevor morgen der neue Wanderweg ansteht, sollte ich noch schnell zur Vollständigkeit die Route vom vergangenen Wochenende mit zeigen.
Zeitig am Morgen ging es los, da der Wetterbericht einen sehr schwülen und heißen Tag ankündigte. Dieses Mal wollten wir direkt von zu Hause aus los laufen, über den uns bekannten Distelberg, weiter in östlicher Richtung durch den Bruderwald nach Pettstadt und über Reundorf wieder zurück. Die letzten Kilometer waren ziemlich beschwerlich, da die Schwüle und das unterwegs im „Pettstadter Keller“ getrunkene Bier ganz heftig die Beine schwer werden ließen. Selbst Smilla hatte an diesem Tag Mühe, ihre Pfoten in ihrem gewohnten schwungvollen Gang zu halten, obwohl sie keinen Schluck von dem herrlichen kühlen Bier erhascht hat.

Der Weg:
Er wird mit Sicherheit nicht unser Lieblingsweg werden, auch wenn er über den wunderschön bewaldeten Distelberg führt. Es gibt zu viele geteerte und geschotterten Passagen, die für Pädda’s Hüfte ziemlich belastend sind. Durch den Bruderwald am Sonntagmorgen zu laufen war für uns auch nicht sonderlich schön, da dieser Wald von den Bamberger Joggern und Radlern sehr frequentiert wird. Ein Highlight war der „Pettstadter Keller“, auf dem wir fast alleine gesessen sind und das kühle Bier genossen haben.

Entfernung: 18,71 km
Gesamtzeit in Bewegung: 4:34 Sunden
Höchstgeschwindigkeit: 4,93 km
Durchschnittsgeschwindigkeit: 4,08 km/h
Anstieg: 612,38 m

Finkenwerder Scholle

Finkenwerder Scholle

oder: es muss icht immer Karpfen sein

Fällt mir irgendwas zu der Scholle ein? … nein nicht so direkt.
…. doch! Da war was 😉
Päddas und mein erstes gemeinsames Abendessen war vor vielen, vielen Jahren in einem Restaurant in Hamburg. Wir waren beide geschäftlich unterwegs und abends waren wir zusammen in einem guten Fischrestaurant essen. Auf der Speisekarte stand die Finkenwerder Scholle, die mir sofort ins Auge fiel. Pädda überlegte und meinte, dass er die ja auch gerne essen würde, aber … er kann keinen Fisch zerlegen. Macht doch nichts, ich mache das doch mehr als gerne für Pädda. Bei meinen Eltern stand Fisch einmal in der Woche auf dem Speiseplan und schon früh wurde ich ans Zerlegen ganzer Fische herangeführt. Egal ob zubereitet oder im Urzustand. Und so kam es, dass ich vor langer Zeit an einem kalten Februarabend im Restaurant die Flunder für meinen zukünftigen Schatz mundgerecht zerlegt.
Heute kann Pädda nicht nur den Fisch gut auf dem Teller zerlegen, sondern auch mehr als gut zubereiten.

Finkenwerder Scholle … und am Sonntag gab es wieder mal bei uns ein a-typisches Fränkisches Gericht: Finkenwerder Scholle mit Bratkartoffeln.

Finkenwerder Scholle

2 küchenfertige Schollen
Zwiebeln und Speck
Salz und Pfeffer
Mehl zum mehlieren
Butter, Zitronensaft, Petersilie

Bratkartoffeln

Die Schollen leicht mehlieren und in einer großen Pfanne sanft anbraten, wenden, würzen und mit gebratenem Speck und Zwiebeln garnieren.
Dazu frische Bratkartoffeln und Salat.

Auberginenmus

Auberginenmus

oder: ich mags gerne lila

Sommerzeit – Auberginenzeit!
Was kann man nicht alles daraus zubereiten. Schmunzelnd erinnere ich mich an die erste Begegnung mit diesem Gemüse. Damals, gerade mal die 18 Lenze hinter mir gelassen, von tuten und blasen, nicht nur in der Küche, absolut keine Ahnung, schob ich dieses lila farbene Gemüse mit *keineahungwasfürnefüllungdaswar* rein in Backofen. Heraus kam eine halbgare Aubergine, die sich dann auch noch von ihrer bitteren Seite zeigte. Das war’s dann mal.
Erst nach vielen Jahren habe ich den nächsten Versuch beim Griechen gestartet. Lammfleisch mit Auberginen. Wunderbar! Heute gehört bei uns die Eierfrucht genauso auf den Grill, wie das Fleisch und die Bratwürste. Ohne geht’s nicht unbedingt. Mein weltbester Koch, der auch am Grill eine hervorragende Figur abgibt, grillt die Melanzani auf Alu-Folie und danach wird sie liebevoll mit Ölivenöl bepinselt. Lauwarm zum Fleisch serviert – ein Traum!
Letzten Freitag konnte ich einfach nicht widerstehen vier große Auberginen zu kaufen. Gedanklich sah ich zwei schon auf dem Grill und die anderen beiden wollte ich zu einem Auberginenmus verarbeiten. Gesagt – getan und heute stand ausnahmsweise ich mal in der Küche um das wunderbare Gericht zuzubereiten.

Auberginen

2 große Auberginen
1 Becher Naturjoghurt (150-200g)
4 Knoblauchzehen
2-4 EL Olivenöl
etwas frischen Zitronensaft
etwas frische Chillie
Salz, Pfeffer, gehackte Walnüsse, etwas frische Kräuter zum Garnieren

Auberginen im Backofen gegart

Die Auberginen mit einer Gabel rings herum einstechen und im Backofen bei 250° ca. 45 Minuten backen. Danach das Fruchtfleisch von der Haut lösen und pürieren. Den klein gehackten Knoblauch, Öl, Chili und den Zitronensaft mit dazu geben und weiter pürieren. Würzen und den Joghurt mit unter mischen. Das wars.
Die gehackten Walnüsse und frischen Kräuter sind für die Verzierung.

 

Ebermannstadt – Burg Feuerstein – Ebermannstadt

Rastbank

oder: unterwegs im Schmetterlingland

Mit dem Wetterbericht waren sich  die verschiedenen Radio-Sender letztes Wochenende nicht einig. Gemeldet wurde zwischen starken Gewittern und blau-weißem Himmel, alles bunt gemischt. Egal, die Wanderroute stand schon seit ein paar Tagen fest. Mein Wunsch war es auf einem der Hoch-Plateau der „Fränggischen“, auf der die Burg Feuerstein gebaut ist, zu wandern. Pünktlich um 6:00 Uhr läutete am Sonntagmorgen der Wecker. Was ist das für eine herzlose Zeit am Sonntag!? Aber „watt mutt datt mutt“ und so standen wir um 8:30 Uhr unter wolkenlosem Himmel am Startpunkt „Schöpfrad“ in Ebermannstadt.

Der Wanderweg begann in dem wirklich sehenswerten Städtchen Ebermannstadt, dessen Marktplatz wir bis dato selber noch nicht kannten. Weiter ging‘s bergauf durch den Ort, entlang des Panoramaweges mit seinen traumhaftschönen Einblicken in die Fränggische, weiter den Berg rauf bis aufs Plateau. Weiter gings über blühende Magergraswiesen und die Vielfalt der Schmetterlinge, die auf den Blüten nach Nektar suchten, ein Traum! Schade, dass ich nicht mein Foto-Makroobjektiv im Rucksack hatte … das wären Motive gewesen … 😉

Der Weg
Der Panoramaweg von Ebermannstadt nach Burg Feuerstein ist traumhaft schön. Das Hochplateau und die Aussicht ist: Klasse. Was man vergeblich suchen wird: Einsame Waldwege und verschlungene Waldpfade.Der Weg ist zu 80% geschottert oder geteert.
Anstrengend ist der Aufstieg und er Abstieg nach Ebermannstadt. Ansonsten ist alles relativ einfach zu laufen.

Entfernung: 16,66 km
Gesamtzeit in Bewegung: 4:09 Sunden
Höchstgeschwindigkeit: 5,41 km
Durchschnittsgeschwindigkeit: 4,00 km/h
Anstieg: 774,25 m