Der kleine Schneeball

Erste Advent

Der kleine Schneeball saß am Abhang des Berges und ihm wurde ganz schwindelig. Da sollte er runter? Nicht nur das der Abhang steil war, nein, es gab auch noch etliche Tannen, die aus der Erde ragten. Oh Gott, dachte er, wenn ich jetzt nicht richtig lenke und dagegen krache, was geschieht dann mit mir? Kleine Wasserperlen sammelten sich auf seiner Stirn, die sofort wieder zu Eis gefroren und wie kleine Diamanten auf seiner Stirn glänzten.
Mittlerweile war es voll geworden auf dem Berg. Die Schule war aus und alle Kinder des Dorfes hatten sich mit ihrem Schlitten auf den Weg zum Berg gemacht. Der Schneeball kullerte etwas zur Seite und beobachtete, wie die Kinder den Berg heraufkamen. Die etwas größeren Kinder, die schon letztes Jahr gerodelt waren, halfen den kleineren Kindern dabei, ihren Schlitten richtig auszurichten.
„Rechts, links, dann wieder scharf rechts“, hörte er sie sagen und schon „Huihhhhhhh“, ging die Fahrt los. Weiterlesen

Rotkraut mit karamelisierten Maronen

Rotkraut mit karamelisierten Maronen

oder: isss denn schon Weihnachten? 

Der Herbst zeigt sich dieses Jahr von seiner prächtigsten Seite. Bis jetzt hatten wir ruhiges, warmes und sonniges Wetter. Kein Gedanke ist weiter weg als der, dass wir in knapp sieben Wochen das Jahr 2015 schreiben und wie jedes Jahr, kurz davor, Weihnachten ist. Was in diesem Jahr komplett anders ist: Bereits seit Mai bin ich in den Weihnachtsvorbereitungen. Bei unserer Bäuerin wuchs übers Jahr „Auguste“ heran. Eine Gans, die ihr Leben in vollen Zügen gänsmännisch genießen darf …
und
… man darf es nicht glauben, ich wünsche mir einen Christbaum 🙂
Pädda schaut nur immer wieder Augenbrauen hochziehend auf „seine Fraa“ und wundert sich langsam über gar nichts mehr.
Naja … und nachdem gedanklich bei mir schon der 24.12. im Kopf herum spuckt, ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass ich heute eine wichtige Beilage für Auguste in der Küche ausprobiert habe. Ich denke, mein Rotkraut kann sich am 1. Weihnachtsfeiertag durchaus neben Auguste auf dem Teller sehen lassen.

  • Rotkraut, in 5 mm Streifen geschnitten
  • Zwiebel, fein gehackt
  • Apfel, entkernt und in Würfel geschnitten
  • Gänse- oder Butterschmalz
  • Balsamessig
  • Rotwein
  • Lorbeerblätter, Zimtstange, Nelken, Salz, Pfeffer
  • Maronen, Butter, Zucker/Honig und etwas Fleischbrühe

Rotkraut mit karamelisierten Maronen

Das großzügig geputzte Rotkraut in 4-5 mm Streifen schneiden. Die fein gewürfelte Zwiebel im Schmalz andünsten, den Apfel gewürfelten Apfel zu geben und mit andünsten. Das Rotkraut zu geben und weiter schmoren lassen, mit dem Balsamessig ablöschen, verdampfen lassen und mit Rotwein angießen. Die Gewürze und die Lorbeerblätter zu geben und gut vermengen. Mit geschlossenem Deckel bei milder Hitze ca. 1 Stunde leise köcheln lassen.

Rotkraut mit karamelisierten Maronen
Zwischenzeitlich die Maronen an der oberen Seite anritzen, ca. 2-3 Minuten ins kochende Wasser geben und abschälen. Das braune Häutchen sollte auch mit entfernt werden. Butter in einer Pfanne erhitzen, den Zucker/Honig karamelisieren lassen, die Maronen rein geben und gut vermengen und vorsichtig weiter karamelisieren lassen. Anschließend Brühe angießen und ca. 15 Minuten gar kochen. Rotkraut mit karamelisierten Maronen
Die Maronen aus der Pfannen nehmen, unter das abgeschmeckte Rotkraut geben und servieren.

Rotkraut mit karamelisierten Maronen

Unterwegs im Aischgrund

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oder: Novemberblues hört sich etwas anders an

Booaaa – war das ein geiles Wetter! (darf man das Wort eigentlich schreiben? – doch – für diesen 2.11. gibts kein passenderes Wort). Bereit gestern kündigte sich ein traumhaft schönes Wochenende an, mit Sonne satt und Temperaturen, wie von Götterhand gemalt. 20° sollte es an manchen Stellen in Bayern geben. In Franken war es nicht ganz so warm, allerdings lagen wir mit 16° nicht im üblichen Novembergrau. Weder Pädda noch ich konnten uns an solch einen Novemberanfang erinnern. Im Gengenteil: Der November begann meist mit kalten, nebeligen und mehr trüben und tristen Tagen. Man freute sich auf heißen Tee mit Rum auf dem Sofa und nicht auf ein kühles Weizen in der Sonne.
Gestern wurde ganz schnell entschieden, dass wir heute einen Weg in der Sonne laufen. Die wunderschönen Burgenwanderungen in den Hassberger Wäldern werden wir nächstes Frühjahr angehen. Unsere heutige Wahl fiel auf eine Route durch die Aischgründer Karpfenweiher mit Mittagstisch in einer der Dorfgaststätten und weiter, entlang des Naturschutzgebietes.
Was will ich sagen? Scheeeeeeee waaaars 🙂

Der Weg und seine Route
Einfacher, wunderschöner Weg durch die Aischgründer Karpfenteich Landschaft. Traumhaft ist der Weg durch das Naturschutzgebiet bei Biengarten (bitte nicht die Wege verlassen!)
Etwas langatmig ist der geteerte Weg von Moorhof nach Hesselberg und weiter nach Poppenwind. Ansonsten eine perfekte Route durch Wald und Wiesen.

Entfernung: 16,59 km
Gesamtzeit in Bewegung: 4:38 Sunden
Durchschnittsgeschwindigkeit: 3,57 km/h
Anstieg: 292 m