Entlang der Eger

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oder: auf die Fließrichtung achten!

Am Samstag Morgen standen wir zeitig auf um pünktlich am Frühstückstisch zu sitzen. Kurz darauf waren wir für unseren ersten Wanderweg in Böhmen aufbruchbereit. Da wir bestens mit Wanderkarten ausgestattet waren, war es auch kein Problem den Wanderweg zu finden.
Wir liefen durch Loket, hinunter an die Eger und, weil es Pädda unbedingt so wollte, erst mal Fluss aufwärts. Auf dem Stadtplan den ich gestern lange studiert habe, war unser Ziel Jan Svatos und das lag Fluss abwärts.
Eine artige Frau trabt dem Ehemann erst mal brav hinterher bevor sie Veto einlegt. Nachdem uns dann das Wanderschild die richtige Richtung zeigte, wurde um 180° gewendet. Aber auch gehorsame Ehefrauen vergaloppieren sich ab und an und ein freundlicher Loket’er half uns dann doch auf den richtigen Weg zu kommen.
Eben – Flußabwärts, jedoch auf der richtigen Egerseite (!)

Unser Endpunkt war das nationale Naturdenkmal Svatosské skály, deren komplette Schönheit man nur sehen kann, wenn man über eine schwingende Hängebrücke auf die andere Flussseite wandert. In der Ausflugsgaststätte gegenüber dieser beeindruckenden Felsen war unser Wendepunkt und bevor es zurück ging, schauten wir noch dem bunte Treiben der Kanuten und Kajakfahrer auf der Eger zu. Zurück ging es im schattigen Wald, mit einigen Rastpausen an und in der Eger.

Der Weg:
Die 6 km von Loket nach Jan Svatos sind sehr einfach und ohne große Anstrengung zu laufen. Der Weg ist ab dem Campingplatz für Autos gesperrt, man muss jedoch auf die Radfahrer achten, die diese Strecke gerne fahren. Entlang der Eger unter schattigen Bäumen ohne Steigung und Gefälle ist dieser Weg ein sehr gemütlicher Spaziergang.
Für uns waren es dann doch insgesamt 16 km, da wir den Einstieg zum Weg (der überall beschrieben ist) nicht sofort fanden.

Unterwegs in Loket

Loket

oder: ein Wochenende in Böhmen

Bis Freitag Abend wussten Pädda und ich noch nicht, was James Bond, Goethe, Richard Gere und die Hoffmänners samt Motsi gemeinsam haben.
Die Lösung ist ganz einfach.
Wir alle waren für einige Stunden, Tage oder Wochen in dem kleinen Städtchen Loket zu Besuch.
Loket?  Wo ist das denn?
Auch da war ich bis vor ein paar Tagen völlig unwissend, wenn mich jemand nach diesem Städtchen gefragt hätte.
Loket liegt an der Eger, nahe Karlsbad in Böhmen.
Tja, und wie kommt man nun auf das uns völlig unbekannte Städtchen?
Wir wollten mal ein Wochenende etwas anderes sehen. Für einen Wochenendtrip sollte es nicht zu weit sein und auch noch bezahlbar bleiben.
Da wir es gar nicht weit nach Tschechien haben, der Böhmerwald und die Eger ein Wandergebiet sind, lag es nah in diesem Gebiet eine Pension zu suchen, die uns Dreie aufnimmt.

Und so landeten wir in Loket.
Morgens begrüßte uns die Goethestatue (Goethe feierte seinen 74. Geburtstag in Loket) gegenüber unserer Pension und abends saßen wir auf dem wundervollen Marktplatz, der in dem Film „Casino Royal“ das namenlose Städtchen von Montenegro darstellte. Was noch ganz besonders hervorzuheben ist (zumindest für mich als Fränkin) ist das „Rubin-Bier“ aus der Loket’er Brauerei, Pivovar Florian. Wooowwww – das sollte man sich nicht entgehen lassen im Biergarten unterhalb des Schlosses mit dem Blick auf die Eger.

Scheeee wars und mit Sicherheit werden wir noch mal kommen.

Zeller Schloßberg und entlang des Altmains

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oder: „Oh wie schön ist Franken“

Der heutige Tag war schon fast ein kleiner Vorbote des Herbstes. Die Luft war klar, der Himmel strahlend blau und das Thermometer pendelte sich auf 24° ein. Dass wir nach dem bis jetzt bescheidenen Sommer früh aus dem Bett sprangen um auf Schusters Rappen unterwegs zu sein, das versteht sich fast von selbst.
Um 7:00 Uhr läutet der Wecker …. na gut, noch ein bisschen kuscheln, aber dann gings raus aus den Federn. Pädda hatte wie immer einen super tollen Weg für uns vorbereitet. Einen 5 km langen Weg um den Zeller Schloßberg. Meine Nase kräuselte sich etwas … 5 km ist ja nicht die Welt. Auch hier hatte Pädda wieder etwas ganz Spezielles in seinem Wanderwegfundus. Es gab noch als Zugabe in Sand am Main den traumhaft schönen Gewässerlehrpfad am Altmain mit ca. 4 km (den man – und wir haben das auch gemacht – abkürzen kann). Unser Wanderer-Bier am Ende des Weges (muss einfach sein) haben wir unter alten Bäumen am Altmain im Biergarten genossen.

Der Weg und seine Route
Historischer Weg um den Zeller Schloßberg.
Wenn man sich an den gut ausgeschilderten Weg hält, dann ist der Weg tatsächlich nur knapp 5 km lang. Wenn wir jedoch „Freestyle“ laufen, dann interessieren uns die Schilder erst mal überhaupt nicht. Erst als wir über dem Zeller Berg gelaufen sind bemerkten wir unsere falsche Laufrichtung.
Die Route ist mit der Beschilderung S5 wunderbar ausgeschildert und man kann sich (eigentlich) nicht verlaufen.
Traumhafte Ein- und Ausblicke in den Weinbergen lohnen den minimalen Aufstieg.

Rund um den Altmain
Der Weg ist einfach und ohne Steigungen, am traumhaft schönen Altmain entlang.
Super ausgeschildert mit der Bezeichnung S1.