Rund um Schloss Weissenstein – Pommersfelden

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oder: Schee wars 🙂

Nach schier unendlich langer herbstlicher Regenzeit (mir kam es wie vier Wochen vor) zeigte sich heute doch tatsächlich die Sonne am Morgenhimmel. Leider hatte ich keine Kamera dabei als ich heute morgen mit Motsi unterwegs war und den voluminösen Sonnenaufgang sehen konnte. Der Himmel zeigte sich in den wunderbarsten Rottönen. Es versprach ein schöner Tag zu werden.
Schnell wurde  Päda geweckt, eine Route hier in der Nähe herausgesucht und um 9:30 Uhr waren wir am Startpunkt in Pommersfelden.
Wir wollten heute einen Weg im Sonnenlicht laufen und das Ebrachtal zwischen Schlüsselfeld und Hirschaid ist hier für ein Garant. Pommersfelden hat seit einigen Jahren wunderbar ausgeschilderte Wanderwege und wir entschieden uns für den blauen Weg Nr. 4, der mit 10 km angegeben ist.
Was für ein Wetter!
Was für eine klare Luft!
Was für wunderschöne Farben, die der Herbst doch zaubern kann!
Gut, es waren die ersten paar Kilometer etwas windig – dafür wurden wir jedoch mit einem tollen Weg belohnt. Das absolute Highlight war der Pommersfeldener See, der als Vogelschutzgebiet ausgewiesen ist. Hier kann man die wunderschönen weißen Seidenreiher beobachten, die auf ihrer Wanderung in den Süden hier in der Gegend rasten.

Der Weg uns seine Route
Die Route ist super gut mit der blauen Nr. 4 ausgeschildert. Wir starteten direkt am Schloss Weissenstein in Pommersfelden und folgten der Beschilderung. Die Strecke führt im sehr großen Bogen auf einem abwechslungsreichen Weg um das Schloss herum. Die Route ist ohne große Schwierigkeiten zu laufen und zeigt wunderbare Einblicke in das weite Ebrachtal.

Entfernung: 9,6 km
Gesamtzeit in Bewegung: 2,15 Stunden
Durchschnittsgeschwindigkeit: 4,21 km/h
Anstieg: 85 m

Pasteis de nata

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oder: Urlaubserinnerungen

Als wir im Frühjahr auf dem Weg nach Madeira in Lissabon einen Zwischenstopp einlegen mussten, hatten wir mehr als genügend Zeit uns auf dem Airport umzusehen. In der Halle, in der man sich verköstigen konnte, gab es neben den bekannten Fastfood-Ketten auch portugiesische Gaumenfreuden, an denen ich sehr schwer vorbei kam. Alles konnte ich nicht probieren und so entschied ich mich für zwei wunderbar duftende, kleine gefüllte süße Etwas.
Was für ein Glück, dass Peter gerade keinen großen Appetit auf was „Süßes“ hatte und somit  gab’s die beiden Teilchen für mich alleine.

Auf Madeira entdeckte ich diese Leckerei auch auf unserem üppigen Frühstücksbufett. Obwohl diese nicht ganz so gut waren, wie die in Lisboa, war auch Pädda von diesen süßen kleinen Teilchen angetan.
Wieder zu Hause angekommen wurde der Bäckerergeiz von Pädda wach und kurz darauf standen die ersten Pasteis de nata auf dem Hoffmannschen Kaffeetisch.
Naja, das Ergebnis war zwar ganz nett, jedoch gab es noch viel Luft nach oben.
Wer Pädda kennt, weiß, dass hier nicht locker gelassen wird und die nächsten Versuche standen kurz darauf zum verköstigen bereit. Langsam steigerte sich der Geschmack und das Aussehen Richtung Madeira’s Frühstücks-Pasteis de nata, allerdings fehlte noch ein Schritt zu den Lisaboner Teilchen.
Und irgendwann hatte Pädda das „Rezept der Rezepte“ gefunden und wenn bei uns die Pasteitsch frisch aus dem Backofen kommen, noch leicht warm … dann fühle ich mich zurück versetzt nach Lissabon.

  • 1 Rolle Blätterteig
  • 3 Eigelb und 1 Ei
  • 150 gr Zucker
  • 1 TL Butter
  • 250 ml Milch
  • 50 ml Wasser
  • 1 EL Mehl
  • 1 TL Speisestärke
  • abgeriebene Zitronenschale, Salz, Puderzucker

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Die Eigelbe und das ganze Ei mit dem Mehl und Stärke gut verrühren. In der erwärmten Milch diese Eimasse langsam ein rühren und köcheln lassen bis es eindickt. Mit Salz und Zitronenschale abschmecken und zur Seite stellen.

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Den Zucker mit dem Wasser zum Kochen bringen und solange köcheln lassen, bis eine sirupartige Konsistenz entsteht.

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Die beiseite gestellte Ei-Creme hinzugeben und gut verrühren.

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Den Blätterteig in 12 Muffinförmchen drücken und die fertige Creme einfüllen.

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Bei 250° ca. 30 Minuten backen. Fertig sind sie, wenn leicht gebräunte Sprenkel auf der Oberfläche zu sehen sind.

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