Der Seenländer

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Etappe 4: Von Gern nach Muhr am See

Der Morgen war sehr kalt. Der Nebel waberte über der Altmühl als ich mit den Hunden zur Frührunde unterwegs war.
Nach einem guten Frühstück zogen wir, bestückt mit Mütze und Handschuhen, weiter.
Die kalte, klare Luft spornte unser Hunde an. Sie trabten leicht und beschwingt in das mittelalterliche Städtchen Orbau.
Weiter ging es durch das Vogel- und Naturschutzgebiet „Das Wiesmet“
Durch lichte Wälder und schöne Wiesenlandschaften wanderten wir unter strahlend blauem Himmel nach Muhr am See.
Um 13:00 Uhr erreichten wir unseren Endpunkt.

Ein bisschen Wehmut war schon dabei, als wir ins Auto einstiegen. Wie schnell doch vier Tage vorbei sein können ….

Ein kleines Fazit möchte ich über die erste Hälfte unserer Tour ziehen:
Der Seenländer ist wunderbar ausgeschilderter, man kann sich eigentlich nicht verlaufen (wir jedoch schon – aber nur 500 Meter).
Der Weg führt meist abseits der Straßen.
Nur um Pleinfeld und Gunzenhausen hört man die Bundesstraße mit ihrem starken LKW-Verkehr.
Die Unterkünfte waren vom Preis- Leistungsverhältnis oberpreisig (trotz Nebensaison).
Man merkt, dass man in einem reinen Touristengebiet unterwegs ist.
Trotzdem werden wir „unseren“ 2. Teil des Seenländer laufen.
Was ich noch ganz besonders bemerken möchte:
Fiete und Motsi sind so Klasse mit gelaufen.
Diese Chows erhalten die Ehren-Medaille für Wanderhunde!

Der Weg und seine Route (Link)

Entfernung: 12,9 km
Gesamtzeit in Bewegung:  3,25 Std.
Durchschnittsgeschwindigkeit: 3,70  km/h
Anstieg: 60 m

Der Seenländer

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Etappe 3: Von Gunzenhausen nach Gern

Kalt war es an diesem Morgen um 6:00 Uhr. Der erste Bodenfrost ist eingezogen.
Was mich etwas überraschte, um diese Uhrzeit ist zu Hause nichts los. Gar nichts!
In Gunzenhausen steppte schon der Berufsverkehr, als ich mit den Hunden unterwegs war.

Nach einem opulenten Frühstück marschierten wir pünktlich um 8:00 Uhr los.
Laut der Planung sollte es heute wieder eine Strecke von 20+ km sein.
Wir kalkulierten eine Tagesetappe mit vielen Pausen für die Hunde ein.

Es ist schon grandios, wenn solche wunderschönen Herbsttage beginnen.
Die kühle, klare Morgenluft (zum Glück hatte ich meine Handschuhe dabei) ist bombastisch.
Wenn man ausgeschlafen entlang einer wunderbaren Seenlandschaft läuft, die Sonne langsam ihre warmen Strahlen schickt und nichts weiter hört als die schnatternden Enten, die auf dem Altmühlsee erwachen – Herz was will man mehr!

Weiter ging es entlang des Altmühlzuleiters, Richtung Gern. Unser heutiges Endziel.
Wir merkten schon, dass der gestrige Tag „etwas“ länger ausgefallen ist, als ursprünglich geplant. Motis und Fiete forderten heute vermehrt ihre Pause ein.

Da unsere gestrige Route länger ausgefallen war, verkürzte sich die heutige Strecke um diese Kilometer.
Gegen 15:00 Uhr trafen wir in Gern, unserem Etappenziel ein.
Dumm nur, dass das Hotel geschlossen war. Wir konnten nicht auf unsere Zimmer und wurden telefonisch vertröstet, dass bald jemand kommen würde.

Wir hatten Glück – genau gegenüber unseres Nachtlagers gab es einen offenen Biergarten mit Zugang zur Altmühl 🙂
Herz, was will man mehr! Wolkenloser Himmel, am Ende des Tageszieles, mit einem Blick auf die Altmühl.
In dem Biergarten verbrachten wir nicht nur unsere Wartezeit zum Check-In, sondern wir aßen auch im Sonnenuntergang zu Abend.
Diesen können wir sehr empfehlen. (Link)
Ein toller Platz, gutes Essen zu moderaten Preisen und ein Wirt, der mehr als gerne Wirt ist.
Vielleicht liegt es ja auch daran, dass er in „Gern“ seinen Biergarten hat?! 😉

Der Weg und seine Route (Link)
Ich muss mich wiederholen 😉
Der Seenländer ist auf der ganzen Linie topp ausgeschildert. Man kann sich nicht verlaufen.
Die Strecke war einfach zu laufen. Am Altmühlsee entlang sind leider viele Radfahrer unterwegs.
Sobald jedoch die Strecke wieder in den Wald führt, ist man kilometerweit alleine unterwegs.

Entfernung: 17,5 km
Gesamtzeit in Bewegung:  4,34 Std.
Durchschnittsgeschwindigkeit: 3,83  km/h
Anstieg: 62 m

Der Seenländer

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Etappe 2: Von Ramsberg nach Gunzenhausen

Pünktlich um 7:00 Uhr läutete der Wecker. Eine kurze Pippi-Runde mit den Hunden, unter die Dusche springen und schon saßen wir am Frühstückstisch.
Das Frühstück war gut. Allerdings entschädigte es nicht den gestrigen Empfang des Wirtes.
Ein strahlender Morgen begrüßte uns als wir weiter zogen. Die Luft war kalt und klar.
Zum Glück hat Pädda beim packen noch erwähnt, dass ich meine Handschuhe mit nehmen sollte. GSD!! Mich hätte es sonst ganz arg an den Händen gefroren.
Kichernd und kopfschüttelnd über unseren gestrigen Empfang verließen wir Ramsberg.

Der Weg führte uns entlang des Brombachsee’s.
Weiter auf eine kleine Anhöhe hinauf nach Regelsberg. Von hier aus kann man übers ganze Land blicken.
Ein traumhaftes Örtchen, dieser kleine Weiler. Ruhig und still. Nur ein paar Schafe beäugten uns.
Durch einen lichten Wald gelangten wir wieder an den Brombachsee. Eine längere Pause bei leckerem Kuchen und Latte Macchiato mit einem perfekten Blick auf den Jachthafen versüßten diesen strahlenden Vormittag.
Frisch gestärkt marschierten wir weiter nach
… tja … und da war er dann, der Fehler 😉

Eigentlich sollte unsere Übernachtung in Frickenfelden sein.
Aber … in Frickenfelden gab es kein Bett für uns.
Unsere Übernachtung war mitten in Gunzenhausen.
Hmmm … es half ja nichts. Wir konnten ja nicht auf der Straße übernachten. Und so mussten wir an dem heutigen Tag ein paar km mehr laufen, als angedacht.
Motsi und Fiete durften ihre Pfoten im Hotelzimmer ausstrecken, während wir auf der Piazza in Gunzenhausen in der Abendsonne den Tag Revue passieren ließen.
Unser Abendessen genossen wir beim „Thai“, der sehr zu empfehlen ist.
Keine Ahnung, wann mir im Bett die Augen zu gefallen sind. Ich hatte nur im Hinterkopf, dass wir am nächsten Tag eine Tour von 20+ km vor uns haben würden und heute schon 20+ km gelaufen waren.

Der Weg und seine Route (Link)
Ein traumhaft schöner Weg, der topp ausgeschildert ist.
Die Tour führt durch einsame Wälder und Wiesen und durch den Trubel an den Seen.
Auch für ungeübte Wanderer ein toller Weg.

Entfernung: 21,1 km
Gesamtzeit in Bewegung:  4,56 Std.
Durchschnittsgeschwindigkeit: 4,26  km/h
Anstieg: 96 m

 

 

 

 

Der Seenländer

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Etappe 1: Von Walting nach Ramsberg

Der Frankenweg wollte uns einfach nicht.
Fast schon verzweifelt suchten wir in Schnaittach, was unsere nächste Etappe gewesen wäre, eine Unterkunft.
Es half auch nicht, dass ich in Schnaittach fast 20 Jahre meines Lebens verbrachte.
Nein, es gab kein Zimmer für eine Nacht, geschweige dann noch mit zwei Hunden 🙁

Und nun?
Pädda und ich hatten fest geplant, dass wir „auf die Walz“ gehen würden.
Unsere beiden Hunde wurden die letzten Monate auf diese Tour vorbereitet und unsere Tierärztin gab grünes Licht.

Zu Hause bleiben?
Nein 😉  Es wurde umgeplant und nach einem guten Streckenweg gesucht.
Wir beide waren uns sofort einige, dass wir im „Der Seenländer“ eine gute Alternative zum Frankenweg gefunden haben.
Fluchs wurden die Zimmer gebucht und los ging’s.

Wir liefen nicht die vorgegebenen Etappen, da diese uns zu kurz erschienen. 10 km an einem Tag? So langsam laufen wir nun auch nicht 😉
Unser Start war in Walting und nach den vier Tagen wollten wir in Muhr am See unsere Strecke beenden.

Am Morgen unserer Anfahrt hing dicker Nebel über dem Frankenland. Meine Laune sank Richtung 0, als es auch noch zum regnen anfing.
Der Wetterbericht hatte gutes Spätsommer-Wetter versprochen, aber davon war absolut nichts zu sehen.
Schon fast griesgrämig schnallte ich am Start meine Rucksack und Fiete’s Wanderleine um und stapfte hinter Pädda und Motsi her.
Wir waren noch im Dorf, da hörte der Regen auf. Kurze Zeit später hingen nur noch tiefen Wolken über dem Land.
Am späten Nachmittag, als wir fast an unserem Etappenziel angelangt waren, hatten wir einen weiß/blauen Himmel.

Wir freuten uns auf unser Etappen-Ziel-Bier und wurden erst mal bitter enttäuscht.
Ein fränkisch netter Wirt begrüßte uns lautstark, polterte, dass keine Hunde im Haus erlaubt wären und es kein Abendessen gibt (obwohl Schiefertafeln auf gute Hausmannskost hinwiesen) Weitere „nette“ Worte von ihm werde ich hier nicht wiederholen.
Nach einigen Minuten kam er wieder, drückte uns den Zimmerschlüssel in die Hand … und zum Abendessen gabs für uns halt dann kein Schäuferla oder fränkische Bratwürste (stand auf der Karte) sondern Pizza und Spaghetti am See.
War auch o.k. 🙂

Der Weg und seine Route (Link)
„Der Seenländer“ ist hervorragend ausgeschildert. Die Wegführung topp!! Auch für ungeübte Wanderer gut zu laufen.
Diese Etappe lief zwischen sanften Hügellandschaften, hinunter an den Brombachsee.
Für mich war es die schönste Etappe von allen 4en 🙂

Entfernung: 17,6 km
Gesamtzeit in Bewegung:  4,47 Std.
Durchschnittsgeschwindigkeit: 3,68  km/h
Anstieg: 77 m

Unterwegs in Jachymov / Erzgebirge

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oder: Rauf auf den Berg

Das kleine Hotel in Jachymov kann man empfehlen.
Das Preis- Leistungsverhältnis und das Frühstück ist topp.
Ausgeschlafen und frisch gestärkt wollten wir morgens „rauf auf den Berg“ laufen.
Es waberten noch Nebelfelder durchs Tal, aber der Wetterbericht versprach tolles Wetter.
Da wir keine Wanderkarte von dem  Gebiet hatten, studierten wir am Kirchplatz ausgiebig die Wanderkarten.
Nur – ich kann mir weder die Orte noch den Weg einprägen, wenn ich der Sprache nicht mächtig bin.
Egal, wir folgten einer tschechischen Wandergruppe, die energisch den Berg erklommen. Relativ bald fielen wir zurück und gingen dann unseren eigenen Weg, hinauf auf die Höhe.
Der Nebel verflüchtigte sich schnell und wir konnten eine herrliche Aussicht genießen.
Es war traumhaft, oben auf dem Berg zu laufen.
Leider, wie so oft, verliefen wir uns wieder einmal und mussten auf dem Rückweg einige Meter auf der Straße laufen.

Wieder am Auto angekommen überlegten wir, wo wir zu Mittag essen sollten.
Da wir an dem kleinen Städtchen Loket eh vorbei fuhren, war es schnell entschieden.
Wir essen in der Brauerei zu Mittag. Was für eine gute Wahl! Das Essen und das Bier ist in Tschechien schon einmalig gut.
Wenn man dann noch das Glück hat, in der Sonne auf der Terrasse zu sitzen – ist dies der perfekte Wochenendabschluss.
Noch einen kleinen Rundgang über den Marktplatz von Loket und schon mussten wir wieder nach Hause aufbrechen.

Fazit: Wir waren nun schon einige Male in Tschechien und auch dieses Mal wird es nicht das letzte Mal gewesen sein.
Die Landschaft, die Menschen, das Essen (und das Bier) sind einfach – TOLL !!!

Der Weg und seine Route
Da es kein Wanderweg ist, sondern ein: Wir laufen mal los – gibt es keine  Beschreibung 😉

Entfernung: 11,98 km
Gesamtzeit in Bewegung:  3,43 Std.
Durchschnittsgeschwindigkeit: 3,22  km/h
Anstieg: 349 m