Rund um Pottenstein

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oder: es herbstelt

Die letzten Tage waren super schön sonnig und warm. Die beste Voraussetzung in diesem wunderschönen Frühherbst für eine Wanderung in den Weinbergen Unterfrankens. Unglücklicherweise zog ein kleines Regenband auf, das sich genau in diesem Gebiet fest setzen würde. Kurz entschlossen suchten wir gestern Abend nach einem Weg im Osten von Bamberg, denn lt. Wetterbericht sollte es bis in den Abend hinein in dieser Gegend trocken bleiben.
Der dicke Nebel heute morgen verhieß allerdings nichts Gutes. Trotzdem zogen wir relativ zeitig los – und das war eine gute Entscheidung.
Bereits in den Ausläufern der „Fränkischen“ verzog sich der Nebel und ein fast blauer Himmel begleitete uns durch diesen Tag.

Unsere Wanderungen sind laut Pädda eher noch Spaziergänge. Klar, wir Mädels und unser kleiner Fiete müssen sich ja erst noch einlaufen, bevor es wieder an die großen Touren geht.
Wir wählten eine Weg, der etwas an Höhenmetern hat und nicht ganz so lang ist. Start- und Zielpunkt war das kleine, wunderschöne Pottenstein in der Fränkischen Schweiz.
Was ich unbedingt anmerken muss: Am Zielpunkt in Pottenstein sind wir zum verspäteten Mittagessen um 14:23 Uhr eingekehrt. In der Brauerei an der Hauptstraße gabs nicht nur ein gutes dunkles Bier vom Fass, sondern Klöße von denen man träumen kann. Auf meine Nachfrage wurde mir bestätigt dass diese noch komplett „selber gemacht“ werden. Oh ja, dass hat man geschmeckt!

Der Weg und seine Route
Die Tour ist relativ einfach, wenn man vom Anstieg nach der Teufelshöhle zum Golfplatz und dem Abstieg von der Kapelle zurück nach Pottenstein absieht. Schwierig für mich  war da nicht der Anstieg als solches, sondern die glitschigen Steine in den Engstellen. Ansonsten ist es ein wunderbarer Weg.

Entfernung: 11,88km
Gesamtzeit in Bewegung: 3,11 Std.
Durchschnittsgeschwindigkeit: 3,73 km/h
Anstieg:  146 m

 

Frankenweg – vom Rennsteig zur schwäbischen Alb

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Etappe 8: Scheßlitz – Hohenpölz

Es ist schon toll, wenn alles perfekt klappt 🙂
Die Karsamstags-Route war von mir auf den Meter genau ausgemessen und auch der Start- und Endpunkt, sowie die Länge der Strecke war tadellos.
Im Prinzip kann ich mir selber auf die Schulter klopfen und mit einem netten Grinsen Pädda an die falsch ausgemessene 35 km Strecke 2015 erinnern.
Heute wurde mein breites Grinsen jedoch etwas schmäler, als mich Pädda nach dem Startpunkt im Städtchen Scheßlitz fragte.
Ähm ja, ganz klar. Der Frankenweg läuft durch den Giechburgweg und da stellen wir unser Auto ab. Pädda suchte im Navi und meinte, dass es diese Straße in Scheßlitz nicht geben würde …
Ups … der Zettel mit dem Startpunkt und dem Straßennamen war auch nicht in meinem Rucksack, sondern lag zu Hause auf dem Esstisch.
Meine Gehirnzellen arbeitet fieberhaft aber es kam immer nur eine falsche Adresse heraus.
Was für ein Glück für mich, dass wir an dem Schild zur Giechburg vorbei fuhren.
Ja, das wars!! Ist doch egal, ob Gügel oder Giechburg – wir mussten eh über beide Berge wandern 😉
Kurz drauf später parkten wir am Start für unsere Etappe im „Gügelweg“ – alles Bestens – eben Schbazl-Planung 😉

Der Wettergott meinte es sehr gut mit uns, obwohl der Wetterbericht schlechtes Osterwetter vorhergesagt hatte.
Wir starteten bei blauem, wolkenlosen Himmel. Nach einigen Metern durch einen traumhaft schönen Frühlingswald, in dem der Bärlauch den ganzen Waldboden für sich eingenommen hat, ging es bergauf Richtung Giechburg.
Der Blick von der Giechburg über das ganze Land ist schon grandios.
Was mich immer restlos begeistert ist der Blick auf den gegenüberliegenden „Hügel“. Von dort kamen wir gestern und nun stehen wir hier.
Toll, einfach nur toll!

Der Weg:
Ein traumhaft schöner Weg durch die Ausläufer der Fränkischen Schweiz. Highlight sind hier die Giechburg und der Gügel.
Die Route führt durch einen neune Windpark in der Nähe von Hohenpölz. Dieser Abschnitt hat das Vergnügen, den Weg zu laufen, etwas geschmälert.

Entfernung: 14,3 km
Gesamtzeit in Bewegung:  3,32 Stunden
Durchschnittsgeschwindigkeit: 4,05 km/h
Anstieg: 266 m

Buttenheim – Senftenberg – Buttenheim

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Kalt ist es!
In Franken sagen wir „saukalt“ zu minus 16° Nachttemperatur. Das ist schon eine Ansage und dies über die letzten Tage hinweg. Allerdings beschwere ich mich absolut nicht. Die letzten Winter waren keine Winter, sondern ein Irgendetwas, was man eher als „Wischi-Waschi“ bezeichnen musste.
Genial schön sind die Sonnenaufgänge, die sonnigen Tage, der Schnee und alles was eben dazu gehört.

Naja, heute Morgen waren meine Gedanken noch nicht soweit, dieses traumhaften Wetter zu genießen. Unbehagen breitete sich bei mir aus. Die Atemluft war einfach zuuuu kalt, als wir den ersten kleinen Anstieg unserer heutigen Wanderung hoch marschierten. Pädda bot an die Wanderung abzubrechen … aber was eine echte Pinguinfrau ist (und so fühlte ich mich, dick eingepackt in 3 Lagen Hosen und Jacken) watschelt den Berg weiter mit nach oben.
Oben angekommen wurden wir mit einem fantastischen Ausblick belohnt. Weiter gings an den Galloway-Rindern vorbei, an deren Barthaare die angefrorenen Atemluft glitzerte und irgendwann wars dann auch bei mir soweit, dass ich beschwingt die Tour gelaufen bin.
Es wäre schade gewesen wenn wir den Weg abgebrochen hätten, da es sehr beeindruckend ist, durch diese klirrend kalte Landschaft zu wandern.

Der Weg
Diese Wanderung wird in dem Flyer „Wanderungen Bamberg Land“ Strecke unter der Nummer 3 geführt. Er wird als anspruchsvoll mit größeren Steigungen beschrieben. Für uns war diese wunderschöne Route über sonnige Felder und Hänge nicht sonderlich anstrengend. Einzig der Anstieg von Ketschendorf zum höchsten Punkt der Route war etwas anspruchsvoll.

Entfernung: 14,5 km
Gesamtzeit in Bewegung: 3,5 Stunden
Durchschnittsgeschwindigkeit: 4,34 km/h
Anstieg: 296 m

Neubürg

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oder: Winterwonderland

Anstrengend wars heute, sehr anstrengend! Vielleicht sind Pädda und ich wandertechnisch auch eingerostet.
Ganz ehrlich? Ich glaube das nicht so ganz. … dann kann es heute nur anstrengend gewesen sein 😉

Der Winter hat Franken momentan fest im Griff. Gestern Nacht waren es 15° minus und es sollte noch mal ein sonniger Wintertag werden. Naja, das „sonnig“ war heute nicht zu sehen, trotzdem starteten wir unsere geplante Wanderung. Kurz nach 8:00 Uhr fuhren wir mit einer großen Thermoskanne heißem Tee, dicken Mützen und Handschuhen im Gepäck, Richtung „Fränkische Schweiz“. Unser Ziel war der Weg 19 im Wanderführer Hikeline – Fränksiche Schweiz –  die Route ist  mit 12,5 km angegeben und für uns quasie eine der kürzeren HoffmännschenTouren.

Der Einstieg und das erste Drittel des Weges waren relativ einfach zu laufen. Bis nach Neusig war der Weg auch gut ausgeschildert. Als wir jedoch das Dörfchen durchquert haben und den nächsten Berg hoch liefen, passte die Beschilderung zu den Angaben im Wanderführer nicht mehr überein.
Tja und nach dem ich heute unsere kleine Gruppe anführte, stapften wir im Schnee nach der Karte im Wanderführer. …. und es war ja klar, dass das nicht klappte.
Nachdem Pädda ja ein guter Co-Führer ist zog er grinsend sein Handy heraus und zeigte mir, dass wir aller Wahrscheinlichkeit falsch laufen würden …. nur: ich sah nichts auf dem Handy. Egal wie ich es hielt – das Display blieb dunkel!
Pädda guggde selber, doch das Display lies sich nicht überzeugen, preiszugeben wo wir sind. Klarer Fall von „nicht aufgeladenem Handy“. Suuuuuuper!
Gut, dann weiter des Weges in den nächsten Ort.
Waischenfeld – nun ja, das war nun ganz und gar nicht unsere Richtung. Ein freundlicher Herr den ich dann fragte, brachte uns wieder auf den richtigen Weg.

Vor uns lagen noch ca. 9 km und hinter uns ungefähr die selbigen km.
Es nützte nichts, wir mussten über den Berg. Ist ja kein Problem, wir sind ja bergerprobt.
Was wir nicht mit eingerechnet haben war der tiefere Schnee, der bergauf im windgeschützten Wald lag.
Oben angekommen war unser Ziel zum Glück auch bald in greifbarer Nähe. Wir waren heute alle drei froh, als wir wieder im Auto saßen und dieses uns wieder Richtung Frensdorf brachte.

Der Weg
Eine traumhaft schöne Route durch verschneite Wälder, Wiesen und Dörfer. Wie der Weg selbst beschaffen war, konnte man durch den Schnee nicht sehen. Einfach ist dieser Weg im Schnee nicht und man benötigt schon sehr gutes und griffiges Schuhwerk.
Wir werden auf jeden Fall diese Route noch mal laufen, da es wunderschöne Weit- und Einblicke gibt.

Kleinziegenfelder Tal

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oder: Juhu, wir laufen wieder!

Nachdem wir mit unserer kleinen Motsi einige Monate lauftechnisch pausieren mussten, schnürten wir heute endlich wieder unsere Rucksäcke. Ziel war das Kleinziegenfelder Tal. Für mich eines der schönsten Täler der vielen schönen Tälern in der „Fränkischen“. Pädda zauberte aus seinem Wanderweg-Hut einen kurzen Wanderweg heraus um meinen lädierten Rücken und Motsis Streckenlauf-Training nicht gleich über zu strapazieren.

Was soll ich sagen? Ich habe das Laufen vermisst! Und es wurde Zeit, dass wir uns wieder auf Schusters Rappen unterwegs sind.

Der Weg:
Ein traumhaft schöner Wanderweg. Ein leichter Anstieg am Anfang durch eine märchenhaften Wald, weiter auf der Höhe um einen fantastischen Blick von oben auf das Dorf Kleinziegenfeld genießen zu können. Weiter über Magerwiesen hinab zur Weismainquelle (ein Nebenfluss des Mains, der nichts mit dem „Weißen Man“ zu tun hat) zurück zum Ausgangspunkt.
Das Tempo wurde heute von unserer Motsi vorgegeben. Wir richteten uns  komplett nach ihrer Laufgeschwindigkeit und Schnüffelpausen.

Entfernung: 7,9 km
Gesamtzeit in Bewegung: 2,24 Sunden
Durchschnittsgeschwindigkeit: 3,3 km/h
Anstieg: 147 m