Frankenweg – vom Rennsteig zur Schwäbischen Alb

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11. Etappe – Schottersmühle nach Tüchersfeld

Der Ostersonntag war wettertechnisch eher ein Novembertag. Doch heute, am Ostermontag, wurde ein schöner Tag vorhergesagt.  Auch wenn am Morgen dicker Nebel über der Fränkischen Schweiz lag, nach ein paar Schritten kam die versprochene Sonne hervor.

Die heutige Etappe war km-mäßig etwas kürzer von mir ausgemessen. Der Weg führte durch das wunderschöne Wiesenttal und ich dachte schon, wir wären dann nach 2 Stunden am Zielpunkt angelangt.
Dachte ich. Was dann kam war heftig. Der Aufstieg vom Tal hinauf nach Gößweinstein war schwierig. Wir mussten über ein, zwei, für mich sehr mulmige Stellen. Ich bin nicht schwindelfrei und der Weg führte wieder durch die Dolomitenfelsen. Nun blieb mir halt nichts anderes übrig, als weiter zu laufen.
Im Nachhinein war ich froh, dass die heutige Tour nicht ganz so viele Kilometer hatte.

Der Weg und seine Route.
Was man unbedingt anmerken muss: Der Frankenweg ist hervorragend ausgeschildert und man benötigt keine Wanderkarte zur Streckenführung.
Der heutige wunderschöne leichte Weg entlang des Wiesentals ist einfach zu laufen. Schwierig wird der Aufstieg nach Gößweinstein und von dort weiter zur Behringersmühle. In diesem Abschnitt sollte man trittsicher und teilweise schwindelfrei sein.

Entfernung: 11,8 km
Gesamtzeit in Bewegung: 2,53 Std.
Durchschnittsgeschwindigkeit: 4,08 km/h
Anstieg:  278 m

Bilder werden in einer Galerie gezeigt und es kann zu einer Ladezeit kommen.

Frankenweg – vom Rennsteig zur Schwäbischen Alb

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10. Etappe Unterleinleiter – Schottersmühle

Pädda hatte Recht! Ostern war letztes Jahr später.
Letztes Jahr liefen wir Ostern die 7., 8. und 9. Etappe unsere Tour auf dem Frankenweg. Ostern war tatsächlich 2 Wochen später und die Natur dementsprechend weiter.
Egal. Manchmal darf auch Pädda Recht haben 😉 🙂
Wir laufen in Tagesetappen durch die Fränkischen Schweiz. Morgens fahren wir zeitig los und stellen die Autos am Start- und Endpunkt ab.

Gestern Abend war ich noch unschlüssig, ob wir von Unterleinleiter nur nach Muggendorf laufen sollten, oder gleich den Abstieg hinab zur Schottersmühle.
Ich wälzte die Wanderkarte und google maps hin und her und entschied mich für den Endpunkt unten an der Wiesent.
Ja hmmm … streckentechisch waren es die ausgerechneten 18 km. Allerdings hatte ich nicht berücksichtigt, dass dieses Teilstück durch die Fränkischen Dolomitefelsen führt und das Teilstück des Weges ist heftig. Berg auf und Berg ab – schnaaaauuuuffff.
Was uns ganz besonders freut: Unsere beiden Wuffels laufen prima mit. Mittlerweile sind wir schon ein ganz gut eingespieltes Wander-Team. Peter mit Motsi und ich mit dem Zwergie Fiete.
Super, wie toll die beiden heute gelaufen sind!

Der Weg und die Route.
Einfach ist diese Strecke nicht. Man muss auf den schmalen steinigen Pfaden äußerst trittsicher sein und eine gute Kondition ist für diesen Abschnitt Voraussetzung. Dafür wird man mit wunderschönen Ausblicken ins Wiesent Tal belohnt. Nicht nur die Sinterterrassen in der Wedebachschlucht sind ein absolutes Highlight auf diesem Weg

Entfernung: 18,6 km
Gesamtzeit in Bewegung: 5,11 Std.
Durchschnittsgeschwindigkeit: 3,58 km/h
Anstieg:  284 m

Es sind wieder einige Fotos zusammen gekommen und es kann etwas Ladezeit mit sich bringen.

Frankenweg – vom Rennsteig zur schwäbischen Alb

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Etappe 9  Hohenpölz – Unterleinleiter

Wie die letzten beiden Tage auch, läutet der Wecker um 6:45 Uhr. Für einen Ostersonntag eine etwas unchristliche Zeit. Naja, nicht ganz. Die „Ratschenkinder“ fahren schon um 5:00 Uhr durch die Siedlung und ersetzen die österlichen stillen Kirchenglocken.
Langsam öffnete ich meine Augen um den Regen verhangenen Himmel anzuschauen. Zumindest regnete es nicht, wie schon seit Tagen angekündigt.
Der Familienrat hat gestern Abend zweistimmig beschlossen, dass wir laufen werden, wenn es nicht regnet.
Es half alles nichts, raus aus den Federn!
Eine Stunde später waren unsere beiden Rucksäcke um unsere und Motsis Regenklamotten schwerer und wir starteten Richtung Unterleinleiter, wo heute unser Endpunkt war.
Der Start in Hohenpölz war schnell erreicht und die ersten Regentropfen begrüßten uns, als wir aus dem Auto ausstiegen.
„Na toll!!!“ Ich bin einfach kein Regenläufer und für mich ist der Spruch auch nichts „…man hat nur die falschen Klamotten“. Anscheinend hatte der Wettergott Einsehen mit meinen missgestimmten Gedanken, denn nach gerade mal 10 Minuten stellte er für den restlichen Tag den Wasserhahn ab.
Heute führte unser Weg, wie kann es anders sein, erst mal den Berg hoch. Was mich äußerst irritierte war das Schild „Zubringer zum Frankenweg“. Laut meinem Plan und der Internetseite gibt es keinen Zubringer zum Weg. Einige Zeit später stellte sich heraus, dass wir eine Schleife gelaufen sind, die bei Hochwasser zu laufen ist. Kein Problem – es war ein wunderschöner Weg durch einen unberührten Nadelwald. Kurz darauf kamen wir an der wunderschönen Heroldsmühle vorbei und weiter gings bergauf Richtung Burggrub, dann weiter nach Heiligenstadt , Richtung Unterleinleiter. Ab Heiligenstadt hatte ich gedanklich den Tal-Weg am Leinleiterbach im Kopf.
Aber … wir laufen ja auf dem Frankenweg und der wiederum führt selten im Tal entlang, sondern nutzt jeden Berg, der nur irgendwie zu erklimmen ist.
Heute waren wir etwas länger unterwegs. Meine Berechnung war irgendwie nicht ganz stimmig und so brachten wir es auf fast 19 km.
Ein ganz dickes „hast du suuuubie gemacht!!!“ bekommt unsere Motsi. Die letzten drei Tage waren ihre erste Streckenwandung und diese hat sie super toll gemeistert!!

Der Weg:
Einfach nur wunderschön! Franken in all seiner Pracht. Durch lichte Buchenwälder bis zu dunklen Tannenwälder, entlang des Leinleiterbaches und hinauf auf die Berge.

Entfernung: 18,51 km
Gesamtzeit in Bewegung: 4,51 Stunden
Durchschnittsgeschwindigkeit: 3,81 km/h
Anstieg: 352 m

Frankenweg – vom Rennsteig zur schwäbischen Alb

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Etappe 8: Scheßlitz – Hohenpölz

Es ist schon toll, wenn alles perfekt klappt 🙂
Die Karsamstags-Route war von mir auf den Meter genau ausgemessen und auch der Start- und Endpunkt, sowie die Länge der Strecke war tadellos.
Im Prinzip kann ich mir selber auf die Schulter klopfen und mit einem netten Grinsen Pädda an die falsch ausgemessene 35 km Strecke 2015 erinnern.
Heute wurde mein breites Grinsen jedoch etwas schmäler, als mich Pädda nach dem Startpunkt im Städtchen Scheßlitz fragte.
Ähm ja, ganz klar. Der Frankenweg läuft durch den Giechburgweg und da stellen wir unser Auto ab. Pädda suchte im Navi und meinte, dass es diese Straße in Scheßlitz nicht geben würde …
Ups … der Zettel mit dem Startpunkt und dem Straßennamen war auch nicht in meinem Rucksack, sondern lag zu Hause auf dem Esstisch.
Meine Gehirnzellen arbeitet fieberhaft aber es kam immer nur eine falsche Adresse heraus.
Was für ein Glück für mich, dass wir an dem Schild zur Giechburg vorbei fuhren.
Ja, das wars!! Ist doch egal, ob Gügel oder Giechburg – wir mussten eh über beide Berge wandern 😉
Kurz drauf später parkten wir am Start für unsere Etappe im „Gügelweg“ – alles Bestens – eben Schbazl-Planung 😉

Der Wettergott meinte es sehr gut mit uns, obwohl der Wetterbericht schlechtes Osterwetter vorhergesagt hatte.
Wir starteten bei blauem, wolkenlosen Himmel. Nach einigen Metern durch einen traumhaft schönen Frühlingswald, in dem der Bärlauch den ganzen Waldboden für sich eingenommen hat, ging es bergauf Richtung Giechburg.
Der Blick von der Giechburg über das ganze Land ist schon grandios.
Was mich immer restlos begeistert ist der Blick auf den gegenüberliegenden „Hügel“. Von dort kamen wir gestern und nun stehen wir hier.
Toll, einfach nur toll!

Der Weg:
Ein traumhaft schöner Weg durch die Ausläufer der Fränkischen Schweiz. Highlight sind hier die Giechburg und der Gügel.
Die Route führt durch einen neune Windpark in der Nähe von Hohenpölz. Dieser Abschnitt hat das Vergnügen, den Weg zu laufen, etwas geschmälert.

Entfernung: 14,3 km
Gesamtzeit in Bewegung:  3,32 Stunden
Durchschnittsgeschwindigkeit: 4,05 km/h
Anstieg: 266 m

Frankenweg – vom Rennsteig zur Schwäbischen Alb

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Tag 6 – Weismain – Bad Staffelstein

Ein bisschen wehmütig sah ich auf den 6. Wanderurlaubstag. Die heutige Etappe sollte der letzte Abschnitt sein.
Auch an diesem Tag wollten wir einige Kilometer für Smilla einsparen und auf meiner Wanderkarte war ein kurzer Querweg eingezeichnet, der wieder direkt auf den Frankenweg führte. Der Weg ist als „Pfauengrund“ ausgeschildert und mündet in den Frankenweg.
Tja, kann ich da nur sagen – wir Franken sind halt doch etwas anders und dieses Mal hat es mich voll mit erwischt.
PfauenGRUND ist für mich ein Weg, entlang einem kleinen klaren Bächlein und Bächlein fließen bekanntlich nicht auf  Bergen, sondern entlang einem ruhigen Tälchen.
Ich hätte es besser wissen müssen!
Im Frankenland, wo man nicht „in“ den Keller geht, sondern „auf“ den (Bier)-Keller, ist der Pfauengrund eben nicht unten, sondern oben auf dem Berg.
„Schnauff“, kann ich dazu nur sagen. Laufen wir halt langsam hoch. Der Rucksack drückte auch nicht mehr.  Meine Muskulatur war dank meines liebenden Gattens, der diese täglich masierte, beweglich und geschmeidig (Päddas Blasen wurden im Laufe unseres Marsches leider immer größer).
Der Himmel strahlt an diesem Tag ein tief sattes Blau aus, dass es schon fast unerträglich schön war.
Wir drei liefen einfach von selbst. Hinauf und hinab, durch die blühenden Rapsfelder, den Duft des Flieders einatmend, entlang der Wiesen, die in den schönsten Farben erstrahlten – es war einfach nur SCHÖN!!!
Berauschend war unsere letzte Schleife, die wir uns unwissentlich gönnten. Es waren ca. 800 Meter, die es allerdings in sich hatten. Wir liefen auf einem schmalen, steinigen Weg entlang und wir hatten den absolut schönsten Einblick auf Kloster Banz und Vierzehn Heiligen. Ich war berauscht von diesem Anblick – bis ich auf den Boden sah um sicheren Tritt zu finden. Rechts neben mir war alles ungesichert und (für mich jedenfalls) mindestens 1.000 Meter in die Tiefe gehend. Super – für einen Menschen wie mich, der Höhenangst hat!! Pädda registrierte sofort was bei mir ab lief. Er sprach auf mich ein, wie auf einen kranken Gaul, nicht nach unten zu sehen. Nach etwa 30 Meter war der Spuk vorbei und ich hatte wieder Bäume links und rechts neben mir und der Abhang war auch für mich wieder einsehbar.
Nach einer längeren Rast und einem für mich gesicherten Blick übers Land (ich stand dann ca. 20 Meter weg vom Abgrund) ging es auf der Hochebene weiter Richtung Staffelberg. Kurz davor verließen wir den Frankenweg um nach Bad Staffelstein …. klar … „abzusteigen“ 😉

Was soll ich zu diesem wirklich absoluten wunderbaren Weg sagen?
Es ist ein berauschendes Naturerlebnis. Der Weg, die Übernachtungen, das Essen, die Menschen die wir getroffen haben  – alles, wirklich alles war perfekt!
Wir sind, wenn überhaupt, nur ein Fünftel des Weges gelaufen. Ab und an fiel das Tracking aus, da dies im tiefen Frankenwald nicht immer funktioniert.
Pädda und ich haben uns fest vorgenommen, diesen Weg weiter zu laufen. Die nächsten Etappen werden Tagestouren rund um unser zu Hause sein, die ich hier unter „Frankenweg“ mit führen werde.
Unsere kleine Hündin Smilla ist mehr als tapfer mit gelaufen. Für sie wird es wohl die letzte mehrtägige Streckenwanderung gewesen sein, da das Mädel nun auch schon ein stattliches Alter von über 12 Jahren erreicht hat.

Fazit:
Mausl, es waren körperlich sehr anstrengende Tage, manchmal auch stressige Momente … trotzdem freue ich mich wahnsinnig auf die nächsten 400 km, die ich mit dir auf dem Frankenweg zusammen laufen werde!!!

Entfernung: 24,7 km
Gesamtzeit in Bewegung:  6:48 Stunden
Durchschnittsgeschwindigkeit: 3,6 km/h
Anstieg: 710 m