Im Aurachtal

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oder: unterwegs bei den Büffeln

Dies Route ist nicht markiert. Wir sind diesen Track mit Karte und Ortskenntnis gelaufen.
Wenn man jedoch in der Nähe ist, dann sollte man auf zwei Dinge nicht verzichten.
Dieser Abschnitt (bitte auf den Link klicken) durch das Aurachtal ist mehr als empfehlenswert. Neben Wasserbüffeln, Ure und Koniks, sieht man wenn man Glück hat, auch Eisvögel.
Start- und Zielpunkt war Walsdorf. Entlang der riesigen Weidefläche gings weiter auf dem U2 Richtung Viereth und Weiher. Unbedingt im Brauerei Gasthof Kundmüller einkehren (das ist die zweite Empfehlung), die fränkische Küche und das mehr als ausgezeichnete Bier genießen.
Danach gings weiter über den Rundweg nach Tütschengreuth und über den Radweg zurück nach Walsdorf.

Der Weg und die Route – gelaufen am 20.10.2018

Gute, breite Wanderwege, einfach zu laufen, keine große Schwierigkeiten.

Entfernung: 15,9 km
Gesamtzeit in Bewegung: 3:55 Std.
Durchschnittsgeschwindigkeit: 4,05 km/h
Anstieg:  205 m

Zwei Kaninchen Rezepte

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oder: wie war das mit dem Osterhasen?

Es war etwas schwierig für mich, das erste „Hasen“-Kochrezept just an dem Tag „on“ zu stellen, an dem ich es auch zubereitete.
Man feierte den Ostersonntag und dem Hase war an diesem Tag eine andere Bestimmung auferlegt worden, als bei mir nackig auf dem Küchentisch neben diversen Schmorzutaten zu liegen und auf seinen weiteren Einsatz zu warten.
Gut, der Hase war auch kein Hase, sondern ein Kaninchen. Meines Wissens ist ein Kaninchen auch nicht am Oster- Nester verstecken mit beteiligt und somit konnte ihn der Osterhase durchaus entbehren.

Für Pädda und mich ist ein Kaninchen zu groß. Der „Stall-Hase“ wurde halbiert und Ostersonntag „geschmort mit Oliven und Kartoffeln“ und heute klassisch mit Rahmsoße und Spätzle, serviert.

Rezept 1
Geschmortes Kaninchen mit Oliven

1/2 Kaninchen
250 g Zwiebeln
Knoblauchzehen
300 g kleine, fest kochende Kartoffeln
rote Chilie
Olivenöl
150g schwarze Oliven
frische Rosmarinzweige
Weißwein
Kalbsfond
30 g Pinienkerne
frische, gehackte Petersilie
Salz und Pfeffer

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Zwiebeln und Knoblauch in dünne Scheiben schneiden. Die Kaninchenteile salzen und pfeffern, die Chili halbieren und entkernen, die Kartoffeln schälen und die größeren halbieren. Die ausgelöste Leber und Nieren putzen und bei Seite stellen.

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Im Bräter die Kaninchenteile mit der Leber und Nieren anbraten. Aus dem Bräter nehmen. Die Zwiebeln, Kartoffeln und Knoblauch im Bräter sanft mit anbraten und danach die Kaninchenteile (ohne Innereien) wieder zugeben. Chili, Oliven, Rosmarinezweige dazu geben und mit dem Wein und Fond ablöschen.
Bei 180° ca. 60-70 Minuten garen. 10 Minuten vor dem servieren die klein geschnittenen Innereien und Pinienkerne dazu geben. Bräter aus dem Ofen nehmen und mit der frischen Petersilie bestreuen. Voilà!

Rezept 2
Kaninchen in Rahmsoße

Gestern war das Wetter schlecht. Pädda und ich zogen uns deshalb einen wunderbaren alten Kinoschinken in Überlänge rein. Was passte besser dazu, als ein gutes Essen im Nachgang zu kredenzen? Und somit wurde die zweite Hälfte des Kaninchen seiner Bestimmung übergeben und als  „Kaninchen in Rahmsoße mit Karotten-Honig-Gemüse“ zubereitet.

1/2 Kaninchen
Zwiebeln
gewürfelter, durchwachsener Speck
Rosmarinzweige
Brühe
Möhren
Butter und Öl
Honig
Sahne
Soßenbinder
lieblicher Sherry
milder Senf
frische Petersilie
Salz/Pfeffer

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Kaninchenteile salzen und pfeffern und mit den Rosmariennadeln einreiben.
Den gewürfelten Speck andünsten, aus dem Bräter nehmen, die Kaninchenteile im Bräter scharf anbraten, Zwiebeln dazugeben und kurz mit dünsten, Speck wieder in den Bräter geben und mit dem Fond ablöschen. Im geschlossenen Bräter auf kleiner Hitze ca. 60-70 Minuten sanft schmoren lassen. Zwischenzeitlich die Karotten in große Stifte schneiden und 5 Minuten im Salzwasser dünsten. Gut abtrocknen lassen.

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Nach Ende der Garzeit das Kaninchen aus dem Bräter nehmen und warm stellen. Die Soße mit Sherry und Sahne aufgießen und mit Senf abschmecken. Evtl. die Soße mit Soßenbinder eindicken und abschmecken.

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Zwischenzeitlich die Butter mit dem Honig schmelzen lassen und die Karotten darin vorsichtig schwenken. Zusammen mit Nudeln zum Kaninchen servieren.

 

 

Osterbrot

Osterbrotoder: Osterbrot macht Wangenrot

Wenn ich irgendwann mal über 5 Zentner wiege, dann ist ganz alleine Pädda und seine Backstube daran schuld. Mein Schatz muss nur eine Andeutung in Richtung
“ … vielleicht backe ich heute einen Kuchen … ??? “ werden meine Augen groß und größer und ich bin dann schon gedanklich bei dem (meist) super tollen Ergebnis. („meist“, da Pädda Wert darauf legt, dass ihm nicht immer alles gelingt, aber lt. meiner Meinung zumindest zu 90% ).
Saftige Käsekuchen, süße Mohnstrudel, fruchtige Obstkuchenvariationen … Herz, was will man mehr?
Nächstes Wochenende ist Ostern und da liegt es nahe, ein Osterbrot zu backen. Yesss!! Aber nicht die trockenen Osterbrote, bei denen ich grundsätzlich etwas nach trinken muss, da sie mir sonst im Hals bröselnd feststecken, nein, Pädda bäckt sein Osterbrot so exzellent, dass selbst der Osterhase neidisch werden würde.

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  • 500g Mehl
  • 50g Zucker
  • 1Pack. frische Hefe
  • 100ml Milch
  • 2 Eier
  • 2 EL Rum
  • 100g Butter, zerlassen und wieder abgekühlt
  • etwas Salz
  • 200g Rosinen
  • 100g gehobelte Mandeln
  • geriebene Schale einer Zitrone
  • zum Bestreichen Milch

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Aus der Hefe und 5 EL lauwarmer Milch, und 1 TL Zucker das  „Dampfl“ herstellen.
10 Minuten gären lassen.
Mehl, restlicher Zucker, restliche Milch (lauwarm) Eier, Butter, Dampfl, Rum und Salz zu einem Hefeteig verarbeiten.15-DSC_2535

50 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. Anschließend die Rosinen und Mandeln und geriebene Zitronenschale unterrühren. Zu einem Laib formen, kreuzweise einschneiden und erneut 20 Minuten gehen lassen. Eine Springform mit Backpapier auskleiden, den Teig einfüllen, mit Milch bestreichen und im vorgeheizten Backofen bei 175° ca. 45 Minuten backen.

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Erec’s

Erec's

oder: Geburtstagsessen im März?

Nein, ich habe keinen Geburtstag. Der vergangenen ist fast genauso weit weg, wie der nächste kommen wird.
Trotzdem waren wir in Sachen „Schbazls Geburtstagsabendessen“ unterwegs. Seit Wochen, eigentlich Monaten war ein Dinner in diesem Restaurant geplant. Es kam immer wieder etwas dazwischen und die letzten beiden Male musste ich den bereits reservierten Tisch wieder absagen. Zweimal kurz hintereinander hatte mich eine heftige Erkältung erwischt, die nicht nur meine Geschmacksnerven lahm legten.
Gestern Abend war’s dann soweit. Endlich konnten wir uns mein Geburtstagsessen schmecken im Hotel-Restaurant Kolb in Zeil am Main, schmecken lassen.

Hätte ich nicht reserviert, wir wären aller Wahrscheinlichkeit an dem Restaurant, ohne weiteren Blick auf die Karte, vorbei gelaufen. Recht unspektakulär liegt es gegenüber einem Altenpflegeheim. Nur ein kleines Schild an der Eingangstür verriet, dass es ein ausgezeichnetes Lokal ist.
Die Speisekarte versprach fränkisches traditionelle Gerichte und mediterrane Schmankerln. Die charmante Wirtsfrau hatte noch ein paar Köstlichkeiten in petto, die nicht auf der Karte standen. Pädda entschied sich für eine Meerettichschaumsuppe, ohne rote Bete 😉 danach für geschmorte Rinderbacken mit Sellerieschaum und Rösties. Meine Wahl fiel auf eine Currysuppe mit Garnelen und Ossobuco mit italienischem Gemüse.

essen-4Vorweg gab es einen kleinen Gruß aus der Küche. Mit Speck umwickelte Zwetschgen – wunderbar!

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Currysüppchen mit Garnelen

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Ossobuco an hausgemachten Nüdelchen

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Rinderbacken mit Rösties und Sellerieschaum

Obwohl ich nach diesem wunderbaren und äußerst opulenten Essen nicht mal mehr „papp“ sagen konnte, musste das Quittensorbet den krönenden Abschluss bilden.

Es war ein wunderschöner Abend und ein exzellentes Essen – so kann ich frohen Mutes auf mein neues Lebensjahr blicken 😉

Unterwegs in der Gärtnerstadt

In der Gärtnerstadt mit Blick auf die Otto-Kirchen

oder: Süßholz ungeraspelt

„Schbazl, was hältst du davon, wenn ich dich zu einem Erlebnisrundgang in die Bamberger Gärtnerstadt einlade?“ Da war ich als ambitionierter Hobby-Gärtnerin sofort mit dabei. Gesagt, getan und letztes Wochenende war es dann endlich soweit, dass Päddas Mama, Pädda selbst und ich uns am Treffpunkt Böhmerwiese am schiefen, gläsernen Aussichtsturm einfanden. Der zweistündige Einblick in die Bamberger Gärtnerstadt  wurde durch die fachkundige Führung von Frau Maria Wunderlich geleitet.

Einen wunderbaren Ausblick über die Gärtnerstadt erhält man aus der oberen Plattform des „schiefen Turms“. Das schräge Bauwerk war eine der vielen Stationen der Landesgartenschau 2012.
Unter uns lag ein Teil der Bamberger Gärtnerstadt. Obwohl wir mitten in der Stadt waren, war es ruhig und beschaulich.
Was ich bis dahin nicht wusste: Bereits im Mittelalter wurde Süßholz in Bamberg  angebaut. Der Boden und die klimatischen Bedingungen sind optimal und seit einigen Jahren findet bei den Bambergern eine Rückbesinnung auf diese Pflanze statt. Für mich gehörte bis dahin der Anbau von Süßholz eher in südlichere Gefilde. Nachdem wir das geraspelte Süßholz verkostet haben, gings wieder runter. Puuhhh … länger konnte ich auch nicht auf der Aussichts-Plattform stehen, weils mir durch den schiefen Boden regelrecht schwindelig wurde.

Weiter gings zum Gärtner- und Häckermuseum. In dem top restaurierten Haus einer wohlhaben Gärtnerfamilie um 1900 ist ein kleiner, schnuckeliges Kleinod entstanden. Mit viel Liebe zum Detail wurde das Museum 1979 eröffnet und man erhält einen wunderbaren Einblick in das Leben und Arbeit der Gärtner. 2011 erhielt das Museum den „Förderpreis zur Erhaltung historischer Bausubstanz der Stiftung Weltkulturpreis Bamberg“.

Der zum Museum dazugehörende Hausgarten zeigt eine Vielfalt des Bamberger Gemüses, was von den Gärtner angebaut und direkt in und um Bamberg vermarktet wird. Neben dem einheimischen Gemüse werden auch noch eine Vielfalt von Gewürz- und Heilkräutern in dem Museumsgarten angebaut.
Im anrainenden „Sortengarten“ besinnt man sich auf Samengewinnung alter Gemüsesorten. Ein Beitrag zur Bewahrung des „grünen Erbes“ der Bamberger Gärtner frei nach einem Gärtner-Zitates: „Mei Tochter konnst hamm, mein Reddichsahmer näd“

Zum Abschluss des Erlebnisweges besuchten wir noch eine der Gemüsegärtnereien. Hier durften wir eine Blick hinter die Glasscheiben der großen Gewächshäuser werfen, in denen Tomaten in allen Größen und Farben wuchsen. Als kleines Abschiedsgeschenk verkosteten wir noch frisch geerntete Tomaten und jeder Teilnehmer konnte einen selbst getopften Ruccola mit nach Hause nehmen.

Nicht nur der sonnige Samstagvormittag, sondern auch die fachkundige Führung von Frau Wunderlich waren wunderbar.

Einen absolut großen Schmatz und ein dickes „Scheeee wars“ an meinen Schatz !!!    … und vielleicht findest du ja noch weitere solche wunderbaren kurzweiligen Touren rund um und in Bamberg. Ich freu mich drauf !!!