Landgasthof zur Krone Prichsenstadt, Brünnau

oder: es muss nicht immer Schäufarla sein

Mein Blick über die Brille war sehr erstaunt, als Pädda mir einen Teil der Speisekarte vorlas.
„Lebernknödelsuppe und Schäufarla? Und das zum Geburtstagsessen?“
Ganz ehrlich Pädda, Schäufarla muss es ja nicht unbedingt sein.
„Irgendwie stellte ich mir etwas anderes auf dem Teller zu diesem Anlass vor, als fränkische Küche. Missmutig las ich in meiner Zeitung weiter.
„Dann halt nicht … … “ hörte ich Pädda enttäuscht murmeln.

Es hat sich über die Jahre eingebürgert, dass das Geburtstagskind den anderen zum Essen ausführt.
Die Lokale sollen etwas besonderes, jedoch nicht übertrieben sein.
Schäufarla allerdings gehört jetzt nicht unbedingt in die Gastronomie, die ich fürs Geburtstagsessen im Kopf hatte.
Bevor das Date jedoch wieder verschoben worden wäre, kam ein:
„Na dann bestell‘ halt einen Tisch“, von mir. Brummig las ich in meinem Journal weiter.
„Dann halt Schäufarla mit Glößß, wenns in der Corona-Zeit nichts anderes gibt“.

Ein paar Tage später saßen wir dann abends im Garten des Restaurants Landgasthof zur Krone in Prichsenstadt.
Was will ich sagen?
Pädda hat wieder einmal komplett ins Schwarze getroffen, bei der Auswahl des Restaurant’s.
Schon alleine der wunderschön gestaltete Garten ist eine Pracht. Überall sieht man kleine, liebevoll dekorierte Ecken. Ein wunderbares Ambiente für diesen Abend.
Ja, es gab durchaus auch „Schäufele und Kloß“ auf der Karte. Wir haben uns allerdings für andere Gerichte entschieden.

Meine Vorspeise war Rehleber auf Gartensalat, mit rote Beete Parfait und in Butter gebratene Brotwürfel. Ein Traum!

Pädda entschied sich für warme Ziegenkäserolle (was mich sehr wunderte, da er diesen Käse nicht so gerne isst) mit Datteln. Ein Traum!

Das Hauptgericht war für uns beide, jeweils a-typisch.
Normalerweise esse ich das Steak, wenn es auf der Karte steht.
Dieses Mal entschied ich mich für die Jakobsmuscheln

und Pädda für ein Steak vom fränkischen Freiland Rind.

Zum Abschluss ein kleines Dessert für uns Beide.

Wir waren mit Sicherheit nicht das letzte Mal im
Landgasthof zur Krone in Prichsenstadt.

Rundweg Nummer 5 – Pommersfelden

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oder: nebelige Wege können auch schön sein

Die vergangene Woche war wettertechnisch nicht der Hit. Regen ohne Unterlass.
Nein! Meckern geht gar nicht. Wir brauchen den Regen nach diesem trockenen Sommer unbedingt! Leider wird auch mein Wunsch nicht erhört, dass es nur in der Nacht regnet.
Um so schöner, dass für den heutigen Sonntag auch gutes Wetter angesagt war.
Um diese Jahreszeit möchte ich keine so lange Anfahrtszeit zum Wandergnuss haben. Schnell fiel die Wahl auf den Rundweg Nummer 5 in Pommersfelden. Der Weg ist mit ca. 15 km ausgewiesen. Ein nicht zu langer Weg, der fast zu Hause startet.. Herz was will man mehr?
Was für uns mehr als überraschend war: Diesen Weg kannten wir nur zur Hälfte. Wir waren tatsächlich auf Pfaden unterwegs, die uns neu waren 🙂
Leider hat sich der Hochnebel nicht so rasch verzogen. Die feuchte Kälte ist nicht so ganz mein Wetter. Aber es blieb trocken und zum Schluss bekamen wir auch noch ein bisschen Sonne zu sehen.

Der Weg und seine Route (Link zu outdooractiviti)
Wir starteten gegenüber dem Park des Schlosses „Weißenstein“. Auf breiten Flurbereinigungswegen liefen wir durchs Ebrachtal. Etwa in der Hälfte der Route, geht es auf die gegenüberliegenden Anhöhe. Auch hier sind meist breite Weg zu beschreiten. Der Weg Nummer 5 ist fast immer gut ausgeschildert. Nur im Neubaugebiet „Steppach“ ist der Wegweiser den Häusern anscheinend zum Opfer gefallen. Hier muss man ein bisschen aufpassen. Da man jedoch das Schloss Weißenstein immer sieht, findet man den Weg auch relativ einfach zurück zum Auto.

Entfernung: 13,2 km
Gesamtzeit in Bewegung:  3,08 Std.
Durchschnittsgeschwindigkeit: 4,02  km/h
Anstieg: 71 m

Wirtschaft von Johann Gerner

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oder: ein kulinarisches Highlight

Zweimal im Jahr gehen wir „ganz besonders“ Essen.
Pädda hat ein gutes Händchen, wenn es darum geht gehobene fränkische Gastronomie zu finden.
Letzten Herbst fand er das „Wirtshaus von Johann Gerner“ in Dannberg. Der Ort liegt ein paar Kilometer nördlich von Herzogenaurach. Einer seiner Radtouren führte durch Dannberg.
Eigentlich sollte ich zumindest den Ort kennen, in dem das Wirtshaus steht. Es liegt auf meiner Ausweichroute, wenn ich ins Office fahre und die A3 wieder gesperrt ist. Aber ich sehe nicht mal meine Freundin, wenn ich mit dem Auto unterwegs bin. Manche Menschen meinen, dass ich auch blind durch die Gegend fahre …. 😉
Wie sollte ich auf für mich unscheinbaren Hinweise achten, die zu diesem Lokal führen?
Geht gar nicht 😉

Gestern war es dann soweit. Pädda hatte einen Tisch im „Wirtshaus von Johann Gerner“ reserviert.
Gut, dass es die Hinweisschilder gibt – sonst würde man (ich im speziellen) das Gasthaus nicht finden.
Wir entschlossen uns an diesem wolkenlosem Abend im Garten zu essen.
Die handgeschriebene Speisekarte wies auf einen Gaumenkitzel ganz besonderer Art hin. Die Weinkarte ist bestens aufgestellt und enthielt neben guten deutschen Tropfen, auch sehr hochwertige französische Rotweine aus dem Bordeaux und Burgund.
Man konnte fast nicht glauben, dass man mitten im fränkischen Karpfengebiet saß. Neben Coq au vin und frischen Austern stand auch Gänseleberparfait auf der Karte. Meine Wahl fiel auf das Coq au vin mit fränkischem Spargel 🙂  Päddas Wahl fiel auf den Maibock mit frischem Wirsing.

Vorweg wurde ein hausgemachter Aperitif serviert.
Quittensaft mit frischer Limette.

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Der Gruß aus der Küche war nicht nur ein Augenschmaus.
Gemüseschaum auf Gurkenstückchen mit frisch gebackener Brotauswahl.

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Meine Vorspeise war französisch.
Gänseleberparfait mit schwarzen Walnüssen. Ein Traum schlechthin!

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Pädda lies sich den lauwarmen Oktopus mit Mozarella an frischen Salat mit Gemüseschäumchen auf dem Gaumen zergehen.

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Bei mir gings französisch weiter.
Coq au vin mit fränkischem Spargel und Kartoffelgratin.

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Pädda Maibock auf Wirsinggemüse mit Semmelknödel sah auch fantastisch aus.

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Das Ganze wurde von einem köstlichen Dessert abgerundet.
Erdeer-Sorbet auf Prosecco mit frischen Früchten.

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Ganz ehrlich? So ein hohes Niveau an Küche hätten wir im fränksichen Karpfenland nicht vermutet!!
Gault & Millau zeichnet die „Wirtschaft von Johann Gerner
2018 mit einer Kochmütze aus.
Ein absoluter Geheimtipp – und mehr als sternelastig.

Trabelsdorf – Lisberg – Schönleinsbrunnen

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oder: schlechtes Wetter gibt’s nicht

Gestern wäre es vom Wetter her besser gewesen. Ein paar wenige Sonnenstunden und blauer Himmel. Am Samstag stand jedoch etwas anderes auf dem Programm und so blieb uns nur der trübe, wolkenverhangene Sonntag.
Was solls – dieses Wetter kennen wir seit vielen, vielen Wochen. In den Alpen ersticken sie im Schnee und hier im Raum Bamberg ist es ein Lari-Fari-Winter.
Als heute Morgen auch noch ein heftiger Wind übers Land fegte, war ich unter meiner Bettdecke am überlegen, ob wir nicht doch den Sonntag lieber auf dem Sofa verbringen sollten?
Allerdings gibt es kein schlechtes Wetter – nur schlechte Kleidung. (So ein G’schmarri!! Keine Ahnung wer diesen Spruch in die Welt gesetzt hat!!)
Motsi kann das bestätigen. Sie läuft auch nicht gerne, wenn Wasser von oben kommt. Fiete ist das egal. Er läuft auch im strömenden Regen.
Na gut. Nachdem es heute Morgen noch trocken war, packten wir unseren Rucksack. Unser Weg führte von Trabelsdorf zum Friedleinsbrunnen und über die Felder zurück. Was wir allerdings nicht wussten: Es war heute Wandertag des fränkischen Wandervereins und nicht nur wir kamen auf die Idee, diesen Weg zu laufen. Zum Glück nur das erste Viertel unseres Weges, dann waren wir wieder alleine mit uns und der Natur und dem Nieselregen.

Der Weg und seine Route
Ein top beschildeter und einfach zu laufender Wanderweg, der mit der Markierung L4 und P1 zu finden ist. Zu dieser Jahreszeit sind die Waldwege etwas matschig. Ansonsten ist es ein wunderbar befestigter Weg. Der Blick von der Linde aus auf die Burg Lisberg ist einmalig und bei jedem Wetter toll.

Entfernung: 13,90 km
Gesamtzeit in Bewegung: 3,04 Std.
Durchschnittsgeschwindigkeit: 4,53 km/h
Anstieg: 120 m

Pizzeria & Eiscafé Elida

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oder: hmmm … das war lecker

Wie die Lebkuchen zur Adventszeit, der mit Vögeln geschmückte Tannenbaum zu Weihnachten, so ist auch unser letztes Dinner im Jahr eine ganz liebe und besondere Gepflogenheit geworden.
Das Silvestermenue bei Elida in Frensdorf 🙂
Bereits ab Oktober scharren Pädda und ich mit den Hufen, damit wir am letzten Abend im Jahr noch einen Platz „in unserem“ Restaurant ergattern.
Dieses Jahr musste wir jedoch fast um unser liebgewonnenes Silvester-Abend-Menue bangen.
Toni hatte sein Restaurant im Frühjahr geschmackvoll umgebaut und im Sommer stand er viele Tage in seiner Eismanufaktur um für uns die besten Köstlichkeiten aus Eis zu zaubern. Ja, auch die Eisdiele ist schon auch etwas ganz besonderes.

Ums Eis ging es jedoch nicht, als ich im Herbst bei Toni einen Platz fürs Silverstermenue bei ihm bestellen wollte.
Sein Haupt wiegte hin und her. Er wusste selbst noch nicht, ob es am letzten Tag im Jahr ein Abendessen bei ihm geben würde. Doch ein paar Tage später stand fest, dass unser Abendessen für den 31.12. gesichert war 🙂
Schnell reservierten wir einen Fünfer-Tisch. Zusammen mit einem befreundeten Paar nebst Tochter wurde es ein toller kulinarischer Ausklang des Jahres 2017.

Nachdem ich so schwärme gibt es auch einen kleinen bebilderten Einblick.

Minestrone mit Chiabattabrot

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Vitello Tomato
Kalbsfleisch mit Thunfischcreme

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Gegrillte Gambas mit Spinat

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Limoncello Spritz
Cocktail aus Zitronenlikör und Prosecco

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Angus Steak mit Käsekruste auf Rotweinsoße

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Schokoladen Tarte mit Himbeeren und Vanille Eis

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Vielen Dank an das ganze Elida-Team. Ihr seit nicht nur wunderbare Gastgeber, sondern verwöhnt uns auch sehr.

Euch allen ein tolles 2018 und viele gute Erlebnisse in der
„Genußregion Oberfranken“ 🙂