Nationalpark Müritz

oder: Was für eine traumhafte Gegend!

Ende Mai d.J. stand fest, dass wir eine Woche im Juli Urlaub nehmen.
Oh je … !! Für uns, die keine schulpflichtigen Kinder haben, ist das keine Reisezeit.
Geplant war unser Urlaub auch komplett anders.
Erstens: Nie und nimmer gehen wir während der Hauptreisezeit in den Urlaub.
Zweitens: Mein Wunsch war die Niederlande, Frankreich oder Österreich.
Drittens: Pädda wollte coronabedingt nicht im Ausland „urlauben“.
Viertens: Die Meck-Pom. Seenplatte stand nicht oben auf meiner Reisewunschliste.
Nützt nichts!
Und so saßen Pädda und ich vor dem Reiseportal und suchten nach einem Urlaubs-Ort, der uns beiden zusagte.
Pädda hatte schon lange den Klützer Winkel als Urlaubsfavorit im Gepäck.
Allerdings war zu diesem Zeitpunkt alles ausgebucht, was für uns Vier gepasst hätte.

Und so rutschten wir immer weiter auf der Landkarte gegen Süd/Osten (vom Meer aus gesehen) und landeten schließlich in Schwarzenhof an der Müritz, mitten im Nationalpark Müritz. Das letzte freie Zimmer im Kranichrast sollte unser Urlaubsdomizil sein.

Das wir für unseren Urlaub ein Juwel gefunden hatten, war mir bei unserer Ankunft sofort bewusst.
Die Straße hörte ein paar Kilometer nach Schwarzenhof auf und es gab nichts, wirklich nichts, außer ringsum Natur – und zwar pur !!!
Was für ein Traum!! Wir wohnten mitten im Nationalpark Müritz !!

Woooowwww – einfach nur woooowwww !!
Wir mussten nur aus dem Hotel heraus und schon standen wir mitten in einem der schönsten Wälder.
Alte Bäume säumten die kilometerlangen Radwege, weite Wiesen, kleine und große Moore, wunderschöne Wälder
und
natürlich die traumhaft schönen Seen, die dieser Gegend ihren Namen gibt.
Willkommen in der Mecklenburgischen Seenplatte.

Für uns das Optimum schlechthin.
Morgens, nach dem ausgiebigen Frühstück, starten wir in den Märchenwald, namens Nationalpark.
Wir erkundeten die leisen Wege, die einsamen Seen, die Beobachtungshochstände.
Wir sahen Seeadler, Kraniche, Füchse und eine einzigartige Natur.

Nachmittags zogen wir durch die Landschaft.
Kleine Örtchen mit nichts weiterem.
Kleine Örtchen mit einer Kirche und nichts weiterem.
Kleine Örtchen mit einer Kirche, altem Baumbestand und nichts weiterem.
Straßen, die keine Straßen waren, aber dennoch als solches ausgeschildert sind.
Und – natürlich die Seen.
Kleine, wie große Seen.
Pädda hatte immer die Badehose mit dabei um an einer Badestelle ins Wasser zu springen. Sollte er sie mal vergessen haben, dann gings auch „ohne“.
Für Menschen die Trubel suchen ist dieser atemberaubende Ort nicht der geeignete Platz.
Für uns jedoch war es jedoch genau der richtige Raum !!!

Auf der Rückreise fuhr ich uns vier nach Hause. Gedanklich zog es mich immer wieder zurück an unseren Urlaubsort.
In Bayreuth (ca. 600 km südlich von Schwarzenhof und fast zu Hause) fasste ich einen Beschluss:
„Nein, heute drehe ich nicht mehr um.
Aber:
Es wird einen Tag im September geben, an dem wir Vier auf dem Beobachtungsstand am Rederangsee sitzen und den Kranichen zusehen werden“.

Es war einfach wunderschööööööööööööööööönnnnnnnnn !!!!

Einen kleine Anmerkung zum Hotel „Kranichrast in Schwarzenhof“ möchte ich noch gerne los werden.
Wie oben beschrieben, hat uns der Zufall nach Schwarzenhof geführt.
Menschen, die Ruhe suchen, nichts außer Natur genießen möchten, in einem Haus in dem Hunde mehr als „Willkommen“ sind und die Hotelküche einen verwöhnt, sind hier mehr als gut aufgehoben.