Unterwegs in Jachymov / Erzgebirge

Jachymov_Titel

oder: Rauf auf den Berg

Das kleine Hotel in Jachymov kann man empfehlen.
Das Preis- Leistungsverhältnis und das Frühstück ist topp.
Ausgeschlafen und frisch gestärkt wollten wir morgens „rauf auf den Berg“ laufen.
Es waberten noch Nebelfelder durchs Tal, aber der Wetterbericht versprach tolles Wetter.
Da wir keine Wanderkarte von dem  Gebiet hatten, studierten wir am Kirchplatz ausgiebig die Wanderkarten.
Nur – ich kann mir weder die Orte noch den Weg einprägen, wenn ich der Sprache nicht mächtig bin.
Egal, wir folgten einer tschechischen Wandergruppe, die energisch den Berg erklommen. Relativ bald fielen wir zurück und gingen dann unseren eigenen Weg, hinauf auf die Höhe.
Der Nebel verflüchtigte sich schnell und wir konnten eine herrliche Aussicht genießen.
Es war traumhaft, oben auf dem Berg zu laufen.
Leider, wie so oft, verliefen wir uns wieder einmal und mussten auf dem Rückweg einige Meter auf der Straße laufen.

Wieder am Auto angekommen überlegten wir, wo wir zu Mittag essen sollten.
Da wir an dem kleinen Städtchen Loket eh vorbei fuhren, war es schnell entschieden.
Wir essen in der Brauerei zu Mittag. Was für eine gute Wahl! Das Essen und das Bier ist in Tschechien schon einmalig gut.
Wenn man dann noch das Glück hat, in der Sonne auf der Terrasse zu sitzen – ist dies der perfekte Wochenendabschluss.
Noch einen kleinen Rundgang über den Marktplatz von Loket und schon mussten wir wieder nach Hause aufbrechen.

Fazit: Wir waren nun schon einige Male in Tschechien und auch dieses Mal wird es nicht das letzte Mal gewesen sein.
Die Landschaft, die Menschen, das Essen (und das Bier) sind einfach – TOLL !!!

Der Weg und seine Route
Da es kein Wanderweg ist, sondern ein: Wir laufen mal los – gibt es keine  Beschreibung 😉

Entfernung: 11,98 km
Gesamtzeit in Bewegung:  3,43 Std.
Durchschnittsgeschwindigkeit: 3,22  km/h
Anstieg: 349 m

Loket, ein mittelalterliches Städtchen in Böhmen

Loket_2018

oder: sage niemals nie

Was bei uns eigentlich nie vorkommt:
Wir fahren nie an den selben Urlaubsort, geschweige in das selbe Hotel / Pension. Wir hatten kurzfristig nichts weiter geplant, Lust weg zu fahren also „auf nach Loket“. Waren wir da schon mal?? 🙂 🙂
In der kleinen Penzion Quest in Loket war noch ein Zimmer frei. Schwups wurden die Koffer gepackt und die Hunde ins Auto verfrachtet und los ging’s in den Böhmerwald.

Ein kleiner Zwischenstopp in Cheb und weiter gings Richtung Loket.

Wir hatten noch genügend Zeit und Pädda schlug einen kleinen Umweg vor. Vor einiger Zeit hatte er einen Beitrag über Marienbad gesehen. Da diese Kurstadt fast auf unserem Weg lag, machten wir einen kleinen Abstecher dorthin.
Naja, irgendwie kam ich mir etwas deplatziert vor. Mit Rucksack und Wanderschuhen zwischen all den flanierenden Kurgästen, die durch die Kolonnaden wandelten. Egal, das Wetter war toll und wir hatten unseren Spaß.

Gegen Nachmittag erreichten wir Loket.
Loket – ein kleines Traumstädtchen. Hoch auf dem Burgberg ist diese mittelalterliche Stadt gebaut. Im Tal umschließt die Eger fast den ganzen Berg, auf der anderen Seite sind hohe Felsen.
Nicht umsonst ist Loket in dem James Bond Film „Casino Royal“ verewigt. 007 fährt mit seinem schicken Schlitten über die Eger Brücke in die Altstadt und trinkt dort auf dem Marktplatz einen Kaffee mit einer seiner Spielgenossin.
Ganz so edel komme ich mir in Loket nicht vor. Ich liebe dieses kleine alte Städtchen und mich würde es nicht wundern, wenn abends irgendwo ein Schlossgespenst sein Unwesen treibt.
Was ich absolut nicht vergessen darf: Die St.Florian-Brauerei.
Auch als Fränkin fällt es mir absolut nicht schwer, Richard Gere zuzustimmen.
Er meinte, dass es hier eines der beste Bier der Welt geben würde.
… da hat er Recht, der Ridschärd.

Am nächsten Tag ging es entlang der Eger über die Houpací most pro pěší (Hängebrücke über die Eger) zu den Svatosske Scaly . Nach einer etwas längeren Verschnaufpause machten wir uns auf den Rückweg. Jedoch nicht entlang der langsam dahin fließenden Eger, sondern über den Berg.
Puuuhhh … da kam nicht nur Motsi schwer ins schwitzen …. doch wir beide untrainierten Mädels hielten gut mit. Schade allerdings, dass wir wegen des dichten Nadelwaldes keinen Blick ins Tal genießen konnten.
Für Interessierte – der Weg.


Am Nachmittag saßen wir in der St. Florian-Brauerei und sahen den Köchen zu, wie sie die Schweine kross brieten.
Im Sonnenschein sitzend, an einem wundervollen Ort, mit wundervollem Essen und Trinken – Herz, was willst du mehr?

Leider hat auch der längste Kurzurlaub ein Ende. Am nächsten Morgen brachen wir nach Franzensbad auf. Unerfreulicherweise hat sich das Wetter nicht von der guten Seite gezeigt.
Der Regen hielt uns davon ab, das Kurstädtchen näher zu inspizieren.

… wer weiß, vielleicht kommen wir irgendwann mal wieder in diese Ecke und flanieren durch Franzensbad.

Unterwegs in Loket

Loket

oder: ein Wochenende in Böhmen

Bis Freitag Abend wussten Pädda und ich noch nicht, was James Bond, Goethe, Richard Gere und die Hoffmänners samt Motsi gemeinsam haben.
Die Lösung ist ganz einfach.
Wir alle waren für einige Stunden, Tage oder Wochen in dem kleinen Städtchen Loket zu Besuch.
Loket?  Wo ist das denn?
Auch da war ich bis vor ein paar Tagen völlig unwissend, wenn mich jemand nach diesem Städtchen gefragt hätte.
Loket liegt an der Eger, nahe Karlsbad in Böhmen.
Tja, und wie kommt man nun auf das uns völlig unbekannte Städtchen?
Wir wollten mal ein Wochenende etwas anderes sehen. Für einen Wochenendtrip sollte es nicht zu weit sein und auch noch bezahlbar bleiben.
Da wir es gar nicht weit nach Tschechien haben, der Böhmerwald und die Eger ein Wandergebiet sind, lag es nah in diesem Gebiet eine Pension zu suchen, die uns Dreie aufnimmt.

Und so landeten wir in Loket.
Morgens begrüßte uns die Goethestatue (Goethe feierte seinen 74. Geburtstag in Loket) gegenüber unserer Pension und abends saßen wir auf dem wundervollen Marktplatz, der in dem Film „Casino Royal“ das namenlose Städtchen von Montenegro darstellte. Was noch ganz besonders hervorzuheben ist (zumindest für mich als Fränkin) ist das „Rubin-Bier“ aus der Loket’er Brauerei, Pivovar Florian. Wooowwww – das sollte man sich nicht entgehen lassen im Biergarten unterhalb des Schlosses mit dem Blick auf die Eger.

Scheeee wars und mit Sicherheit werden wir noch mal kommen.