Lisberg – Friedleinsbrunnen – Lisberg

oder: Einer meiner Lieblingswege

Freitagabend und das vor uns liegende Wochenende wurde mit „gemütlich auf dem Sofa“ sitzen geplant.
Vor allem, weil das Wetter nicht sonderlich gut gemeldet war.
Regen und Wind war angesagt.
Beides Faktoren, die uns vier nicht unbedingt hinter dem Ofen hervor locken.
Am Samstag Abend waren wir mit Freunden in Bamberg essen.
Der Weg vom Auto zum Lokal war herbstlich, sehr herbstlich.
Regen und Wind – naja, es ist auch Mitte Oktober.
Als wir aber nach diesem schönen Abend mit den Hunden die letzte Runde gelaufen waren, konnte man auf einen funkelnden Sternenhimmel hinauf blicken.
„Schau mer mal“, wie wir Franken sagen, was der Sonntag bringt. Eine kleine Vorfreude auf eine Wanderung stieg in mir hoch.

Um 8:30 Uhr hing heute Morgen noch dicke Nebelsuppe über unserem Morgengassieweg.
Wenn man aber genau hin sah, sah man den einen oder anderen hellen Fleck durch die Nebelschwaden schimmern.
„Pädda, wenn ich heute einen Wunsch frei hätte, würde gerne zum Friedleinsbrunnen laufen“, begrüßte ich meinen Schatz nach der Morgenrunde, der noch verschlafen mit seiner ersten Tasse Kaffee auf dem Sofa saß.
Manchmal werden sogar die Wünsche der Ehefrauen erfüllt 😀
(nein, Pädda macht (fast) alles möglich Nur beim 3. Hunde ist die Erfüllungswunsch-Fee leider machtlos 🙂 )
Nach dem Frühstück packten wir unsere sieben Sachen.
Es war ein toller Lauf! Kurzweilig und wunderschön!
Die Hunde liefen so gut, wie schon lange nicht mehr. Es war auch „ihr“ Wetter.
Kühl, trocken, teilweise sonnig und für Motsi mit wenig Steigung.

Der Weg und seine Route (Link zur Aufzeichnung)
Von Lisberg aus führt der Weg mit der Beschilderung L1 aus dem Ort hinaus. Gut gekennzeichnet zur Ludwigs-Eiche und weiter Richtung Friedleinsbrunnen. (Ich liebe dieses Flecken). Am Friedleinsbrunnen wandern wir mit der L4 Markierung durchs Tal, Richtung Priesendorf.
In Priesendorf rechts Richtung Trabelsdorf und weiter nach Lisberg.
Ein ganz einfacher, gut beschildeter und abwechslungsreicher Weg.
Ja, ich liebe diesen Weg. Der Blick von der Linde nach Lisberg: Ein Traum!

Entfernung: 11,78 km
Gesamtzeit in Bewegung: 2,41 Std.
Durchschnittsgeschwindigkeit: 4:48 km/h
Anstieg: 63 m

Rundwanderweg Kreuzberg – Mönchsweiher

oder: Kurzentschlossene Umplanung

Eigentlich wollten wir heute in der Rhön wandern.
Meine liebe Freundin Angela hat uns eine Wegbeschreibung gegeben, die sich hervorragend liest und anhört.
Der Hüttenweg in der Rhön.
Allerdings hat der Wetterbericht gestern Sturmwarnung und Regen für die Rhön gemeldet.
Nein, dass wollten wir dann doch nicht! Auch nicht um meine neue Regenkluft auszuprobieren. Das Gefühl der regennassen Unterwäsche vom Frankenweg habe ich noch viel zu gut in Erinnerung.
Also wurde ganz schnell um entschieden.
Die Route sollte in der näheren Umgebung und von uns noch nicht so oft gelaufen sein.
Schnell fiel die Wahl auf den Kreuzberg bei Dörfleins.
Motsi würde zwar ziemlich schnaufen, aber „watt mutt, datt mutt“.
… und sie hat es wieder mal ganz toll gemacht !!!

Der Weg und seine Route (Link zur Route)
Von Dörfleins aus, der grünen Burg folgen. Am Mönchsweiher entlang und hoch auf dem Semberg. Weiter gehts zur Helenen-Kapelle und am Main entlang zurück, auf wunderschönen breiten Forstwegen. Die Route ist gut ausgeschildert. Nur an der Kreuzung nach dem Mönchsweiher muss man aufpassen. Sonst läuft man über den „Vogelherd“.

Entfernung: 13,78 km
Gesamtzeit in Bewegung: 3:56 Std.
Durchschnittsgeschwindigkeit: 3:32 km/h
Anstieg: 184 m

Kaiserbachtal

oder: Verloren in Krögelstein

„Päääddddaaaa – WO BIST DU !!!!
Keine Antwort.
Das kann doch nicht wahr sein !! Wo ist Pädda und Motsi abgeblieben??
Man geht doch nicht in dem (auf der Landkarte fast nicht zu findenden) kleinen Dorf Krögelstein verloren ??
Doch: Man(n) kann !!
An der Abzweigung hinunter ins untere Dorf war ein Bushaltestelle. Mich faszinieren diese, wenn sie künstlerisch gestaltet sind und ich halte diese gerne fotografisch fest.
Es war nicht ganz einfach. Die Sonne stand nicht so, wie ich es gerne hätte … aber nach ein paar Minuten hatte ich mein Foto im Kasten.
… und mein Mann war weg.
Spurlos verschwunden. Nicht mehr auffindbar. Vom Erdboden verschluckt. Nicht mehr zu sehen.
Meine Rufe wurden im ganzen Dorf gehört – aber nicht von meinem Mann.
Fenster wurde geöffnet, neugierige Blicke kamen über den Gartenzaun. Pädda blieb verschwunden.
Langsam in Panik verfallen, durchforstete ich das ganze Dorf. Den Berg hinauf, den Berg wieder runter. (Krögelstein liegt mitten am Berg)
Pädda blieb wie vom Erdboden verschluckt.
Kann doch nicht sein, dass ich Pädda nebst Motis hier verlieren würde??
Jaaaa, man könnte ja anrufen, aber mein Handy lag zu Hause (hier wird sich eine Freundin ganz arg beömmeln, die mich immer wieder ermahnt, mein Handy endlich mal dahin zu legen, wo es hingehört. Nämlich: An die Frau)
Fast ganz Krögelstein, die Wanderer und Radfahrer beteiligte sich daran, meine verlorenen Mitläufer wieder zu finden.
Ja, ich habe die beiden dann auch wieder gefunden!!
Sie sind den Weg falsch abgebogen und nachdem ich mit meiner Bushaltestelle fertig war, lief ich jedoch den richtigen Weg.
… und schon sind zwei Mensch in dem kleine Dorf ständig aneinander vorbei gelaufen, ohne sich zu sehen.
Krögelstein wird noch in vielen Jahren von der Frau mit Hund sprechen, die ihren Mann mit Hund, in dem „kleinen Nest“ (sorry, aber das ist wirklich ganz klein), nicht gefunden hat.

Der Weg und seine Route (Link zum gelaufenen Weg)
Der Weg ist sehr gut zu Laufen. Neben kleinen Anstiegen, geht es meistens flach weiter. Die Tour ist beschrieben im „Hikeline Wanderführer Fränkische Schweiz“. Da dieser Wanderweg verschiedene ausgeschilderte Touren entlang läuft, kann man auch keiner Beschilderung folgen.

Entfernung: 12,6
Gesamtzeit in Bewegung: keine Angabe
Durchschnittsgeschwindigkeit: keine Angabe
Anstieg: 200 m

Ahorntalweg

oder: Mal was „schwarzes“

Letzten Sommer wollten wir diesen Weg mit einer lieben Arbeitskollegin laufen.
Doch irgendwie passten die gemeinsamen Termine nicht.
Friederike, auch eine begeisterte Wandersfrau, kannte diese Route noch nicht.
Nach dem zweiten Anlauf in diesem Jahr, war es dann endlich soweit.
Der Wetterbericht versprach gutes Wetter und die Hunde waren untergebracht.
Motsi und Fiete konnten uns auf dieser Tour nicht begleiten.
Der Weg ist zu lange und hat für die Beiden zu viele Höhenmeter.
Motsi war ganz enttäuscht, als wir den Rucksack morgens packten und ohne sie los fuhren.

Es war ein perfekter Wandertag. Alles hat wunderbar geklappt.
Das Wetter, die Laune, meine Muskeln, meine Füße die Geschwindigkeit (na gut, an den Anstiegen war ich etwas langsamer), ansonsten „alles topp!!!“
Nichts, aber auch nichts hätte man an diesem Tag beanstanden können 😀

Interessant war, dass wir das erste Mal ohne unsere Hunde liefen.
… ganz anders, aber dennoch wunderschön!!!

Der Weg und seine Route (Link zum gelaufenen Weg)
Der Name des Weges, passt nicht zur Tour 😀
Vom „Tal“ sieht man sehr wenig. Meist läuft man oben auf der Höhe und kann ins Tal schauen. Die Tour ist wunderbar mit dem Ahornblatt ausgeschildert. Man benötigt weder Karte noch Navi. Man sollte beachten, dass diese Route mit „schwarz“ gekennzeichnet ist.
Die Höhenmetern sind schon nicht ganz „ohne“

Entfernung: 24,44 km
Gesamtzeit in Bewegung: 6,05 Std.
Durchschnittsgeschwindigkeit: 4:01 km/h
Anstieg: 690 m

Lammkeule

Ganz alleine lag sie im TK-Schrank.
Naja, nicht ganz.
Im Fach über ihr lagen Wildbratwürste, Rehleber und Wildscheinrücken.
Im Fach darunter lag TK-Barf-Sachen.
Beschweren konnte sich die Lammkeule also nicht.

Gut, sie hätte eigentlich schon früher aufgetischt werden können.
Nur: Pädda und ich konnten keine 2,2 kg schwere Lammkeule alleine essen.
Es waren zwar noch andere Interessenten im Haus, die uns gerne geholfen hätten.
Doch ganz ehrlich?
Eine Lammkeule vom „Fränkisches Wiesenlamm“ mit den Hunden zu teilen?
Nein, das brachte weder Pädda noch ich übers Herz.

Das Schicksal der Keule war bestimmt, von vier Personen verspeist zu werden und nicht von zwei Hunden nebst ihrer Herrschaft.
So musste die Lammkeule weiter auf ihren großen Auftritt warten.
Corona hätte sie fast vergessen lassen, doch vor ein paar Tagen betrat das Keulchen endlich die große kulinarische Bühne.

Der Startschuß für das Treffen von „2 Haushalten“ war gegeben und es fanden sich auch schnell ganz liebe Mitesser.
Wer in die Röhre schaute, war neben dem Hauptdarsteller, unsere beiden Hunde.

Es war ein toller Abend!
Und ohne die Köchin und den Koch loben zu wollen, es war einfach ein fantastisches Abendessen.
Nicht nur, dass wir endlich wieder mit Freunden am Tisch sitzen durften, auch das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite.

Das Rezept für die Keule hing schon seit vielen Monaten an der Kühlschrank Türe.
Aus irgendeiner Zeitung (Jahrgang 04/2018) habe ich die Seite heraus getrennt (eher gerissen) um irgendwann mal dieses Rezept auszuprobieren.
Die Warterei hat sich gelohnt.
Für die Keule und für uns.

1 Lammkeule (etwas 2 kg)
3 Möhren
2 Stangen Sellerie
3 Zwiebeln
5 Knoblauchzehen (ich habe mehr rein)
750 ml Weißwein
Salz und Pfeffer
Kräutersträußchen (Petersilie, Thymian, Lorbeer)
Olivenöl

Ofen auf 120° vorheizen. Lammkeule im Olivenöl im Bräter rundum anbraten. Das in Stücke geschnittene Gemüse dazugeben und ein paar Minuten mit braten. Den Wein mit 250 ml Wasser mischen und im Bräter angießen. Aufkochen lassen und wenig würzen. Kräuterstäußchen dazu geben, den Bräter schließen und in den Backofen schieben. 7 (sieben) Stunden garen, dabei gelegentlich wenden.
Nach dieser Garzeit fällt das Fleisch vom Knochen. Die Soße mit dem Gemüse basieren und abschmecken.
Dazu passen Semmelknödel (Pädda hat die selbst gemacht) und Rosenkohl. Auf den Fotos sieht man leider keine Soße … mein Foto lag wieder in der Küche als diese gereicht wurde.