Erntezeit

Erntezeit

oder: manchmal hat auch der dumme Gärtner einen kleinen Erfolg

Die Gartensaison geht dem Ende entgegen. Die letzten noch grünen Tomaten und der Großteil der reifen Chilis wurden gestern abgeerntet. Was im Frühjahr noch sehr mickrig aussah, wuchs im Sommer zu stattlichen Pflanzen heran.
Gut, alle Chili-Jung-Pflanzen überlebten meine fürsorgliche Pflege nicht. Es war von mir einfach zu einfach zu gut gemeint, sie nach dem Umsetzen aus den Anzuchtstöpfchen gleich mit reichlich Dünger zu versorgen. Die Hälfte der kräftigen Jungpflanzen verbrannte dadurch ihre zarten Wurzeln. Selbst ein in Eile gesuchter und angemailter Chili-Experte konnte nicht mehr helfen. Tatenlos und traurig konnte ich nur noch zu sehen wie sich eine nach der andere Chili-Jungpflanze von mir verabschiedete.
Was meine Überdüngung nicht schaffte, schafften dann die Schnecken, die dieses Jahr mehr als invassionsartig vorhanden waren. Irgendwann habe ich es aufgegeben Schneckenkorn auszustreuen. Zum Leidwesen von Pädda fanden die restlich überlebenden 11 Pflanzen auf den vorhandenen Gartentischen und Stühle ihren Platz. Die mühsam gezogenen Pflänzchen hatten eindeutig Priorität  vor dem sonntäglichen Frühstück auf der Terrasse.
Und um so mehr freute es mich, dass neben den Tomaten, die wunderbar in ihren Töpfen wuchsen, die verbliebenen Chilis doch noch eine hervorragende Ernte eingebracht haben. Da hat sich die Mühe mehr als gelohnt.
Nur – mit den Kürbispflanzen bin ich nicht ganz glücklich geworden. Aus den drei Pflanzen die den Garten üppig zu wucherten, konnte ich genau drei Kürbisse ernten. Ein bisschen wenig für den Aufwand. Egal, nächstes Jahr gibt’s halt dann im Herbst die Kürbisse vom benachbarten Bauern. Der hatte dieses Jahr eine hervorragende Ernte.

 

 

Neues aus dem Chili-Land

Chili und Tomatenpflanzen

Seit drei Wochen haben wir tolles Frühlingswetter. Die Tagestemperatur klettert schon mal auf 22° und die Sonne zeigt sich den ganzen Tag am Himmel. Trotzdem ist es ist viel zu früh im Gartenjahr, meine umhegten und umsorgten Sämlinge in die Natur zu entlassen. Meine Büro-Chili`s scharrten allerdings schon heftig mit den Wurzeln in den Anzuchtstöpfen und aufgrund ihrer Größe und Wuchs müssen sie einfach raus.

Gesagt – getan. Letzten Donnerstag packte ich einen Großteil meiner jungen Chilipflanzen und fast alle angezogenen Tomatensämlinge ins Auto und brachte meine diesjährige Anzuchtsausbeute mit nach Hause. Pädda’s Augenbrauen zuckten etwas nervös, als ich meine Schätze im Wohnzimmer aufbaute. Morgens kommen nun die Jungpflanzen auf die Terrasse, abends zurück ins Wohnzimmer. Dieses Jahr bin ich so richtig stolz auf meine Aussaat. Es sind fast alle Chilisamen zu stattlichen Pflänzchen heran gewachsen und die Tomatenpflänzchen stehen den Chilis in nichts nach. Ich muss nur aufpassen, dass sie Päddas zarten Gehversuchen nicht im Weg stehen und hoffen, dass es keinen Frosttag mehr in diesem Frühjahr gibt. Naja, ein paar Nachzüglerpflanzen stehen noch für ein paar Tage im Büro … aber das sage ich Pädda lieber nicht.  Auf jeden Fall sind die Aussichten dieses Jahr mehr als perfekt, eine gute Ernte zu erhalten.

Kürbispflanzen

Enttäuschend waren die Kürbissamen. Von den zehn Samen haben sich nur fünf dazu entschlossen, Kürbispflanzen werden zu wollen. Hmmm … dann muss ich wohl mein Projekt „Frag den Nachbarn um Gartenland“ für dieses Jahr auf Eis legen. Wobei … wenn Pädda noch den „kleinen“ Rest der Büro-Chilis sieht …. 😉