Lammkeule

Ganz alleine lag sie im TK-Schrank.
Naja, nicht ganz.
Im Fach über ihr lagen Wildbratwürste, Rehleber und Wildscheinrücken.
Im Fach darunter lag TK-Barf-Sachen.
Beschweren konnte sich die Lammkeule also nicht.

Gut, sie hätte eigentlich schon früher aufgetischt werden können.
Nur: Pädda und ich konnten keine 2,2 kg schwere Lammkeule alleine essen.
Es waren zwar noch andere Interessenten im Haus, die uns gerne geholfen hätten.
Doch ganz ehrlich?
Eine Lammkeule vom „Fränkisches Wiesenlamm“ mit den Hunden zu teilen?
Nein, das brachte weder Pädda noch ich übers Herz.

Das Schicksal der Keule war bestimmt, von vier Personen verspeist zu werden und nicht von zwei Hunden nebst ihrer Herrschaft.
So musste die Lammkeule weiter auf ihren großen Auftritt warten.
Corona hätte sie fast vergessen lassen, doch vor ein paar Tagen betrat das Keulchen endlich die große kulinarische Bühne.

Der Startschuß für das Treffen von „2 Haushalten“ war gegeben und es fanden sich auch schnell ganz liebe Mitesser.
Wer in die Röhre schaute, war neben dem Hauptdarsteller, unsere beiden Hunde.

Es war ein toller Abend!
Und ohne die Köchin und den Koch loben zu wollen, es war einfach ein fantastisches Abendessen.
Nicht nur, dass wir endlich wieder mit Freunden am Tisch sitzen durften, auch das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite.

Das Rezept für die Keule hing schon seit vielen Monaten an der Kühlschrank Türe.
Aus irgendeiner Zeitung (Jahrgang 04/2018) habe ich die Seite heraus getrennt (eher gerissen) um irgendwann mal dieses Rezept auszuprobieren.
Die Warterei hat sich gelohnt.
Für die Keule und für uns.

1 Lammkeule (etwas 2 kg)
3 Möhren
2 Stangen Sellerie
3 Zwiebeln
5 Knoblauchzehen (ich habe mehr rein)
750 ml Weißwein
Salz und Pfeffer
Kräutersträußchen (Petersilie, Thymian, Lorbeer)
Olivenöl

Ofen auf 120° vorheizen. Lammkeule im Olivenöl im Bräter rundum anbraten. Das in Stücke geschnittene Gemüse dazugeben und ein paar Minuten mit braten. Den Wein mit 250 ml Wasser mischen und im Bräter angießen. Aufkochen lassen und wenig würzen. Kräuterstäußchen dazu geben, den Bräter schließen und in den Backofen schieben. 7 (sieben) Stunden garen, dabei gelegentlich wenden.
Nach dieser Garzeit fällt das Fleisch vom Knochen. Die Soße mit dem Gemüse basieren und abschmecken.
Dazu passen Semmelknödel (Pädda hat die selbst gemacht) und Rosenkohl. Auf den Fotos sieht man leider keine Soße … mein Foto lag wieder in der Küche als diese gereicht wurde.

Bretagne – Leben wie Gott in Frankreich

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oder: Essen wie Gott in Frankreich

Glück gehabt!
Die Waage zeigte heute nicht so viel Gewicht mehr an, als vermutet.
Wie soll man auch im Land der kulinarischen Genüsse es schaffen, mit weniger Gewicht nach Hause zu kommen?

Unser bester Einfall, damit wir nicht verhungern, war:
Täglicher Besuch der Wochenmärkte.
Neben regionalem Gemüse, Geflügel, Fisch und Austern, Käse in allen Variationen, darf man die „warme Küche“ nicht vergessen.
Auf jedem Markt gab es mindestens drei Stände, die warme Gerichte anboten.
Vom Gallete bis zum Spanferkel, wir konnten uns oftmals nicht entscheiden.
Abends in unserer Ferienwohnung gab es dann nur noch kalte Küche.
Feinster Käse, Salami und geräucherter Schinken, dazu ein frisches Baguette, gesalzene Butter und … Bier 😀
Wir kennen uns mit den französischen Weinen nicht aus und bevor wir was falsches kaufen, dann lieber dieses Getränk.

Nur auf der Reise waren wir abends in Restaurants essen.
Das absolute High-Light war der Abend in der Auberge Sans Nom 
In einem kleinen Ort saßen wir in der Abendsonne auf dem Marktplatz und genossen das Essen, den Wein und unseren Urlaub!

Bei den Fotos kann es wieder zu etwas Ladezeit kommen, da es doch einige Bilder geworden sind 😉

Gutshof Andres

Gutshof Andres

Ein kleiner Geheimtipp

Nein, die Waage wird mich die nächsten Tage nicht sehen 😉 ! Zu viel Gutes sind in den letzten zwei Wochen in denen ich Urlaub hatte über meinen Gaumen geschwebt. Der weltbeste Hobbykoch namens Pädda hat seine ganze Koch- und Backkunst, auf zwei Krücken stehend, an mir ausprobiert. … und ich muss sagen – so gesehen bin ich ganz froh, dass ab Montag wieder unser normales Arbeitsleben beginnt.

Zum Abschluss dieser kulinarischen Tage waren wir gestern Abend im Gutshof Andres  zum Dinner … ja, auch Päddas werden jedes Jahr ein Stückchen älter.
Das Restaurant liegt in einem alten, denkmalgeschützten Bauernhof im kleinen idyllischen Dörfchen Pettstadt/Hassberge. Wir hatten einen Tisch im Wintergarten, mit Blick auf den kleinen Teich. Die Speisekarte bot alles zwischen einer Wurstplatte bis zum 4-Gänge Menü aus der heimischen Region  auf. Wir entschieden uns für letzteres. Was jetzt kam, war ein Walzer im Reich des Genusses.

Speisekarte

Vorweg ein Gruß aus der Küche – rosa gebratene Gänseleber

Gänseleber

Kalbsfrikadellen auf Frühlingssalat mit Erdebeerdressing

Kalbsfrikadellen

 FrühlingskräutersuppeKräutersuppeMaibock mit grünem Spargel

Maibock

Empfehlenswert wäre die Reservierung eines Tisches. Die Wein- und Bierkarte lässt keine Wünschen offen. Mit Sicherheit werden wir wieder vorbei kommen um diese gute fränkische Küche zu genießen.

 

Brauereigasthof Penning Zeisler

Ein Geheimtipp, der (k)einer ist. 14-DSC_8015

Der heutige Sonntag versprach vom Wetter her einen noch perfekteren Sonnenschein, als die letzten Tage. Was hielt uns zu Hause? Nichts! Ein Ausflug in die „Fränkische“ sollte es werden und wir beide hatten Lust auf ein „Schäuferla“. Franken hat die höchste Brauereidichte in Deutschland und eine Brauerei, die was auf sich hält, hat einen eigenen Brauereigasthof. Meistens ein Garant für guten Mittagstisch und ein wunderbares Bier.

Bier vom Fass - Brauereigasthof Penning

Gesagt – getan und so packte ich Pädda nebst Hunde ins Auto und los ging’s nach Hetzelsdorf in den Braureigasthof Pening Zeisler. Bereits um 11:30 Uhr waren alle Bänke vor der Gaststätte besetzt und wir konnten gerade noch einen Platz ergattern.

Fränkisches Schäuferla, mit Kraut und Klöße

Das Schäuferla war wieder perfekt und das Bier dazu ein fränkisch lukullischer Traum. Herz, was willst du mehr? Die nicht Mal 20 Euro für beide Essen incl. Getränke (ich hatte ein Radler) waren mehr als gut angelegt.