Blühende Bretagne

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oder: Was für eine Blütenpracht

Was uns sehr verwunderte, war die Vielzahl der Blumen, blühenden Sträucher und Bäume.
Rosen in allen Farben und Formen, wilder Ginster, soweit das Auge reichte, gelber Mohn, Kapuzinerkresse … ich kann gar nicht alle Blumen aufzählen.
In den kleinsten Nischen und Ritzen blühte irgend ein Blümchen hervor.
Ein Blütenmeer wie wir es nie erwartet hätten – und der Duft. Einmalig.
Es erinnerte uns fast an die Blumeninsel Madeira. Ganz besonders waren die bis zu drei Meter hohen Natternköpfe. Ein Traum!

Was auch noch sehr auffallend war:
Es war alles tippo-toppo gepflegt. Nicht nur in den öffentlichen Anlagen strahlten die Blüten um die Wette, auch in den privaten Gärten war als blank und sauber.
Sämtliches fliegendes Getier konnte man auf dieser Blütenpracht sehen.
Anscheinend schafft es Frankreich, Insekten ein super zu Hause zu geben.

Mein persönliches Flora & Fauna High-Light war jedoch etwas ganz anderes.
Ein weiblicher Hirschkäfer kreuzte unseren Weg. Wooowww !!!
Im Steigerwald gibt es etliche Hirschkäfer Burgen oder Bauten. Gesehen habe ich jedoch bis heute noch keinen einzigen.

Urlaub in der Bretagne

Bretagne

oder: unsere Reise ans Ende der Welt

Ja, so wird das Departement genannt. Finistére bedeutet so viel wie „Ende der Welt“ – und da waren wir dann auch.

Letzten Sommer wurde beschlossen, dass Pädda frisch geerntete Austern aus der Bretagne schlürfen wird.
Naja, mein Ding sind Austern nicht.
Egal – vor ein paar Tagen wurde alles notwendige für einen Urlaub am Ärmelkanal ins Auto gepackt.
Unsere Route führte uns von Frensdorf nach Unkelbach.Unkelbach_DSC_3491
Mit meiner Freundin und unseren beiden Männer verbrachten wir wunderschöne Stunden.
Abends saßen wir zusammen am Rhein zum Essen und es versprach ein toller Urlaub zu werden.

Am nächsten Morgen fuhren wir über Aachen Richtung Frankreich.
Unsere Route führte uns durch das Land der Fritten.
Pädda fand eine Pommes-Bude in Huy (Belgien) und wir beschlossen an der Maas zu rasten.

Weiter gings nach Saint-Amand-les-Eaux unserer erste Übernachtung in Frankreich.
Trotz Navi mussten wir dieses Anwesen suchen.
Es liegt abseits der Straße, in einem wundervollen Park.


Der Besitzer des Hauses ist Brite.
GSD! Denn in Frankreich kommt man sprachlich gut weiter, wenn man der französischen Sprache mächtig ist.
Nach einem super guten Frühstück führte unser Weg weiter zu unserer dritte Übernachtung.

In Saint-Vaast-la-Hougue übernachteten wir in einem Mini-Chalet. Ein kleines Gartenhäuschen steht im riesigen Garten eines ehemaligen Bauernhofes.
Vom Platz her war dies ein kleiner Vorgeschmack auf unsere Wo-Mo.Touren, die wir hoffentlich irgendwann realisieren können.

Zeitig brachen wir am  nächsten Morgen auf. Mein Wunsch war es, am Nachmittag am Meer entlang zu laufen.
Dieser Wunsch wurde mir erfüllt!
Bei schönsten Wetter erreichten wir unser Urlaubsdomizil in Primel Trégastel.
Was für ein Traum!

In dem kleinen Örtchen Primel verbrachten wir (fast) eine Woche.
Es war herrlich, traumhaft schön!
Einsam, keine Menschen, kein Trubel, Ruhe ohne Ende, kein Stress, nichts, einfach nichts gab es hier.
Wenn ich morgens mit den Hunden lief, war der Ort ausgestorben. Abends saßen wir zu unserem Sundowner fast alleine auf der Bank und sahen dem Meer zu.
Voller wurde es erst am Feiertag „Christi Himmelfahrt“. Aber auch an diesem Tag war man fast alleine unterwegs.

Leider geht auch mal der schönste Urlaub zu Ende und wir traten beide schweren Herzens unseren Heimweg an.
Dieses Mal fuhren wir nicht nördlich an Paris vorbei, sondern nahmen die Südroute.
Pädda hatte hier ein kleines Juwel über ein Buchungsportal gefunden.
Am Rande der Champagne, in einem Dorf namens Vougrey, wo sich Hase und Fuchs Gute Nacht sagen, inmitten der wunderschönen, saftigen Weiden, auf denen die Charolais Rinder frei laufen können.


Der Hausherr gab uns noch einen ganz besonderen Tipp zum Abendessen.
Im nächsten Dorf würde es ein kleines Lokal Auberge Sans Nom geben, in dem man ganz gut essen könne.
Ja hmm … „ganz gut“ war ein bisschen untertrieben. Es war das beste Rindfleisch, das ich jemals gegessen habe.
Ein Entrecote vom Charolais-Rind. Ein Traum!

Der nächste Morgen begrüßte mich mit einem wundervollen Sonnenaufgang. Leider hatte ich keinen Foto dabei, als ich mit den Hunden zur Morgen-Gassie-Runde unterwegs war.
Versüßt hat sich dadurch unsere Abreise nicht – im Gegenteil.

Wir beide sind uns einig, dass wir die Bretagne noch einmal besuchen werden.
In diesem Urlaub hatten wir die Nord-Bretagne gesehen, die West-Bretagne steht mit einem Besuch noch an.

Es war ein perfekter Urlaub.
Vor der Fahrt hatte ich ein bisschen Sorge, ob Fiete die lange Autofahrt überstehen würde. Er hasst Autofahren. Nach dem zweiten Tag hat er es sich anders überlegt und lag schon nach den ersten 10 km. Vielleicht lag es auch an Rotrauts weichen Decken, auf denen er im Auto schlief?
Die beiden Wuffels haben die 3.500 km toll „mit gemacht“.

Wie oben schon beschrieben, kommt man in Frankreich gut mit der Französischen Sprache weiter. Englisch wird ab und an gesprochen, Deutsch fast gar nicht. Trotzdem sind wir beide weder verhungert noch verdurstet. Die Menschen sind so liebenswürdig – sie hatten viel Verständnis und Geduld für uns. Egal, ob wir 5 Scheiben Schinken im Tante-Emma-Laden kauften, oder frische Austern im Fischladen.

Ob der Urlaub „teuer“ war kann Pädda erst nach der Abrechnung sagen.
Gefühlt sind die Lebensmittel preislich im Niveau von Deutschland.
Was halt die Anreise in die Bretagne „verteuert“ sind die Autobahngebühren. Aber – dafür hat man fast leere Straßen und kommt mehr als zügig und ohne Stau von A nach B.

Wer jetzt so weit gelesen hat, fragt sich bestimmt:
„War das jetzt  alles an Fotos und Berichte?“

Nein – es kommen noch ein paar Berichte und Fotos.

Vilnius

Vilnius_2018_DSC_2322_tonemappedder: Kurztrip in Litauen

„Was meinst du, schauen wir uns mal Vilnius an?“ fragte mich Pädda vor einigen Wochen.
Nachdem eine Airline von Nürnberg aus Vilnius anfliegt: Warum nicht?

Vilnius empfing uns nicht gerade freudig.
Es war kalt, windig und regnerisch. Zum Glück hatte ich neben meinen Handschuhen auch die Skiunterwäsche mit im Gepäck. Nun ja, für 2 Tage konnte man das Wetter schon aushalten.
Die Außenbezirke von Vilnius sehen so aus, wie ich es nicht anders erwartet hatte. Der sozialistischer Baustil war hier auch nach fast 30 Jahren westlicher Zugehörigkeit nicht zu übersehen.
Die Innenstadt / Altstadt ist nicht vergleichbar mit unseren hektischen Großstädte. Für eine Hauptstadt war es doch sehr beschaulich und ruhig. Oftmals fast menschenleere Seitenstraßen, kein übermäßiger Straßenverkehr und Autos, die immer stoppten wenn man nur in der Nähe eines Zebrastreifen stand.
Wenn man sich für Kirchen jeglicher Glaubensrichtung und Baustile interessiert, ist man in Vilnius bestens aufgehoben.

Mein Fazit: Diese zwei Tage waren ausreichend um sich einen guten Überblick von der Hauptstadt Litauens zu machen.

Trotz des schlechten Wetters sind es einige Fotos geworden. Die Galerie kann hierdurch etwas Ladezeit benötigen.

 

Traumrunde Marktbreit – Obernbreit

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oder: der Nussbaumweg

Uuurlaub – was für eine schöne Zeit!!
Ausschlafen, vor sich hin träumen und langsam den Tag starten. Es ist einfach herrlich!!

Gestern Abend saßen wir noch im Garten mit Sommerklamotten. Heute sollte jedoch langsam ein Tiefdruckgebiet Richtung Franken herein ziehen.
Endlich! Es muss unbedingt regnen! Unbedingt!
Seit Monaten ist die Sandachse eine regenarmen Zone.
Obwohl schlechtes Wetter angesagt war, wollten wir heute einen Tag wandern gehen.
Der Familienrat, der dieses Mal nur aus Pädda bestand, beschloss:
„Wir laufen im Weingebiet am Main“.
Flugs war auch ein Wanderweg aus dem Pädda-Wanderweg-Portfolio gezogen.
Nach einer kurzen Prüfung meinerseits stand schnell fest, dass wir diesen Weg laufen werden.

Die ausgewiesenen „Traumrunden“ im Main Gebiet sind relativ neu. Nicht alle Wege sind „Traumrunden“. Es gab auch schon einen Weg, der dieses Prädikat nicht verdiente. Egal – wir wollten einen relativ kurzen und neuen Weg in diesem Gebiet laufen.

Was ein Glück, dass ich immer eine Tüte im Rucksack mit dabei habe.
Man weiß ja nie, was man alles auf den Wanderungen findet.
Pilze wären zwar in dieser Jahreszeit an der Reihe – aber ohne Regen gibt es auch keine Pilze.
Was wir jedoch heute an Nüssen sammelten, das übertraf sogar mein Pilzherz.
Noch nie lief ich durch eine Gegend, in der es so viele Nüsse gab.
… und ja, die eine oder andere Nuss hat sich auch in meinen Rucksack verirrt 😉

Der Weg und seine Route.
Ein relativ einfacher und schöner Wanderweg, der nach dem steilen Anstieg von Marktbreit aus, weiter über den Berge führt.
Die Route ist super ausgeschildert und man benötigt keine Wanderkarte. Entlang den Feldern, Hainen und Wäldern ist er schön zu laufen.
Der Abstieg zurück nach Marktbreit ist etwas unwegsam.
Der Weg führt grob gesehen zwischen der A3 und der A7 hindurch. Je nachdem wo er Wind her kommt, hört man die Autobahngeräusche sehr stark.

Entfernung: 9,9 km
Gesamtzeit in Bewegung: 3:06 Std.
Durchschnittsgeschwindigkeit: 3,19 km/h
Anstieg:  145 m

 

Loket, ein mittelalterliches Städtchen in Böhmen

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oder: sage niemals nie

Was bei uns eigentlich nie vorkommt:
Wir fahren nie an den selben Urlaubsort, geschweige in das selbe Hotel / Pension. Wir hatten kurzfristig nichts weiter geplant, Lust weg zu fahren also „auf nach Loket“. Waren wir da schon mal?? 🙂 🙂
In der kleinen Penzion Quest in Loket war noch ein Zimmer frei. Schwups wurden die Koffer gepackt und die Hunde ins Auto verfrachtet und los ging’s in den Böhmerwald.

Ein kleiner Zwischenstopp in Cheb und weiter gings Richtung Loket.

Wir hatten noch genügend Zeit und Pädda schlug einen kleinen Umweg vor. Vor einiger Zeit hatte er einen Beitrag über Marienbad gesehen. Da diese Kurstadt fast auf unserem Weg lag, machten wir einen kleinen Abstecher dorthin.
Naja, irgendwie kam ich mir etwas deplatziert vor. Mit Rucksack und Wanderschuhen zwischen all den flanierenden Kurgästen, die durch die Kolonnaden wandelten. Egal, das Wetter war toll und wir hatten unseren Spaß.

Gegen Nachmittag erreichten wir Loket.
Loket – ein kleines Traumstädtchen. Hoch auf dem Burgberg ist diese mittelalterliche Stadt gebaut. Im Tal umschließt die Eger fast den ganzen Berg, auf der anderen Seite sind hohe Felsen.
Nicht umsonst ist Loket in dem James Bond Film „Casino Royal“ verewigt. 007 fährt mit seinem schicken Schlitten über die Eger Brücke in die Altstadt und trinkt dort auf dem Marktplatz einen Kaffee mit einer seiner Spielgenossin.
Ganz so edel komme ich mir in Loket nicht vor. Ich liebe dieses kleine alte Städtchen und mich würde es nicht wundern, wenn abends irgendwo ein Schlossgespenst sein Unwesen treibt.
Was ich absolut nicht vergessen darf: Die St.Florian-Brauerei.
Auch als Fränkin fällt es mir absolut nicht schwer, Richard Gere zuzustimmen.
Er meinte, dass es hier eines der beste Bier der Welt geben würde.
… da hat er Recht, der Ridschärd.

Am nächsten Tag ging es entlang der Eger über die Houpací most pro pěší (Hängebrücke über die Eger) zu den Svatosske Scaly . Nach einer etwas längeren Verschnaufpause machten wir uns auf den Rückweg. Jedoch nicht entlang der langsam dahin fließenden Eger, sondern über den Berg.
Puuuhhh … da kam nicht nur Motsi schwer ins schwitzen …. doch wir beide untrainierten Mädels hielten gut mit. Schade allerdings, dass wir wegen des dichten Nadelwaldes keinen Blick ins Tal genießen konnten.
Für Interessierte – der Weg.


Am Nachmittag saßen wir in der St. Florian-Brauerei und sahen den Köchen zu, wie sie die Schweine kross brieten.
Im Sonnenschein sitzend, an einem wundervollen Ort, mit wundervollem Essen und Trinken – Herz, was willst du mehr?

Leider hat auch der längste Kurzurlaub ein Ende. Am nächsten Morgen brachen wir nach Franzensbad auf. Unerfreulicherweise hat sich das Wetter nicht von der guten Seite gezeigt.
Der Regen hielt uns davon ab, das Kurstädtchen näher zu inspizieren.

… wer weiß, vielleicht kommen wir irgendwann mal wieder in diese Ecke und flanieren durch Franzensbad.