Hüttentour im Oberen Sinntal / Rhön

oder: Aus 16 km mach 21,5 km

Kalt ist es!
Das Thermometer zeigt keine 15° an. Nein, nicht in der Nacht, sondern tagsüber.
Windig und viel Regen ist angesagt und seit Tagen (oder schon Wochen?) warten wir auf den Frühling.

Nicht unbedingt das beste Wetter um die geplante Urlaubs-Wanderung auf dem Frankenweg weiter zu laufen.
Abgesehen davon ist das Beherbergungsverbot noch nicht aufgehoben.
Also heißt es: Wanderurlaub zu Hause.
Ein Griff in die „müssen wir noch wandern“ Box und schon war der Hüttenweg in der Rhön gezogen.
Meine Freundin Angela hat uns diesen letztes Jahr in die Hand gedrückt. Seit dem wartete diese Route auf uns.
Diese „Extratour“ – H – Hüttentour wurde mit 16 km Länge und einer Dauer von 5 Std. beschrieben. Genau das Richtige für uns.

Um an den Startpunkt in Oberbach zu kommen, mussten wir 1 1/2 Std. Anfahrtszeit kalkulieren.
Nach einer kurzen Gassierunde mit den Hunden um 6:00 Uhr morgens, ging es Richtung Rhön.
Je näher wir an die Rhön kamen. desto dichter wurden die Wolken, der Himmel grauer, der Wind stärker.
Keine guten Voraussetzungen für eine schöne Trackingtour.
Trotzdem entschlossen wir uns die Route zu wandern.
Das Regenzeug war ja mit im Rucksack verstaut. Ein Blick auf die Wegbeschreibung und los ging es.
Allerdings in die falsche Richtung!
Dieses Mal hatten wir wirklich keine Schuld (wie halt immer 🙂 )
Der wichtige Wegweiser in Oberbach wurde einige Tage vorher entfernt, da er erneuert wurde.
Dieses erfuhren wir jedoch erst 2 Stunden später und 6 km Weg umsonst, von einem Wanderpaar, dass auch an der besagten Gabelung stand und nach diesem Wegweiser Ausschau hielt.
Nett, ganz nett !!
Eigentlich hätte ich bei diesem Wetter auch gemütlich auf dem Sofa sitzen können.
Aber nein. Statt dessen starteten wir im schlechtesten Mai-Wanderwetter zur „Hüttentour im Oberen Sinntal / Rhön.

Der Weg und seine Route (Link zur Aufzeichnung)
Wenn das fehlende Hinweisschild wieder auf seinem Platz steht, ist der Weg topp ausgeschildert.
Begleitet durch ein rotes H auf weißem Grund.
Das 1/3 der Route führt durch einen Mischwald ohne weitere Highlights.
Ab dem „Kapelli“ wird diese Route jedoch zu einer Traumroute, die wir bei besserem Wetter noch einmal laufen werden.

Entfernung: 21,67 km
Gesamtzeit in Bewegung: 5:29 Std.
Durchschnittsgeschwindigkeit: 3,94km/h
Anstieg: 453

Kurze Anmerkung:
Motsi, die die Geschwindigkeit bei uns 4en vorgibt, ist mit so viel Freude und Energie gelaufen … einfach „Wahnsinn“!! Vor allem, dass sie trotz der 6 km mehr, bis zum Schluss freudig getrabt ist.
Die Fotos sind dieses Mal (fast ausschließlich) von Päddas Handy. Es hat teilweise so stark geregnet, dass ich meine Kamera lieber im Rucksack gelassen habe.

Schloßberg – Burg Hohenstein

oder: Unterwegs „in der Heimat“

Unsere Wege in der „Fränkischen Schweiz“ und im „Steigerwald“ sind mittlerweile schon ausgetreten.
Es gibt wenig Ecken und Wege, die wir noch nicht kennen.
Klar: Wir sind auch hier schon etliche Jahre wandertechnisch unterwegs.

Langsam muss ein neues Wandergebiet von uns erschlossen werden.
Was mir aufgrund unserer „Frankenweg“ Wanderung in den Kopf gekommen ist:
Die wunderschöne Landschaft östlich vom Nürnberger Land bis hinein in die „Hersbrucker Alb“.
In Schnaittach wuchs ich auf und verbrachte fast 20 Jahre meines Lebens.
Um und durch Schnaittach verläuft auch „der Frankenweg“, den wir im Herbst l.J. weiter gelaufen sind.
Immer wieder landete ich in meiner 40 Jahre zurück liegenden Erinnerung, in Osternohe.
Ein kleines verträumtes Örtchen, dass zu Schnaittach gehört und nordöstlich davon liegt.
Nur wo hier die Wanderwege waren? Keine Ahnung!
Damals hatte ich andere Gedanken im Kopf, als durch die Natur zu wandern 😉
Schnell war jedoch ein Route im Internet gefunden, die wir heute gewandert sind.

Wo ich mich als „Schnaittacher Mädl“ jedoch arg an die Nase fassen muss:
„Burg Hohenstein“ war mir bis heute gänzlich unbekannt.
Was für ein Fauxpas!!!
Der Ausblick von der Burg hinab ins Tal und bis weit ins Land ist atemberaubend. ,
Die Burg selbst war jedoch geschlossen, genauso wie das Windbeutel-Café (Corona lässt grüßen)
Alles ein Grund, nach dieser verrückten Zeit, diesen wunderschönen Wanderweg noch einmal zu laufen.

Der Weg und seine Route. (Link zur Aufzeichnung)
Vom Schloßberg nach Hohenstein ist die Route gut mit der blauen Kreuz ausgeschildert.
Es geht durch eine traumhaft schöne Fränkische Landschaft und kleine Dörfchen.
Der Aufstieg nach Hohenstein ist gut zu laufen, jedoch ist der letzte Abschnitt zur Burg schon etwas steiler.
Zurück wanderten wir auf dem gut ausgeschilderten Weg Nummer 4.
Diese Route führt durch eine abwechslungsreiche, herrliche und bis auf wenige Ausnahmen, fast menschenleere Landschaft.
Prädikat: Topp 🙂

Entfernung: 10,01 km
Gesamtzeit in Bewegung: 3:18 Std.
Durchschnittsgeschwindigkeit: 3,08km/h
Anstieg: 253

Rund um Sesslach

oder: Was für ein Wetter!!

Das Wetter spielt verrückt.
Nach endlos langen nassen Wochen im Dezember und Januar wurde es kalt, bitterkalt.
Letzten Sonntag zeigte mittags das Thermometer noch -12° an.
7 Tage später, eben heute, waren es +13°.

Uns hielt nichts mehr auf dem Sofa.
Während ich gestern im Garten rum wuselte, drehte Pädda die erste Runde auf seinem Rad.
Für heute war eine kurze Wanderung angedacht. Bei diesem Wetter muss man einfach raus!
Nur: Wohin?
Unsere Wahl fiel auf eine Tour Rund um Sesslach.
Toll, dass uns auch ein ganz lieber Freund mit begleitete.

Für die Wandersaison 2021 war dieses heute ein mehr als gelungener Auftakt.

Der Weg und seine Route (Link zur Aufzeichnung)
Ein wunderschöner, gut zu laufender Wanderweg.
Der Aufstieg von Sesslach auf die Höhe ist problemlos. Auf dem Plateau hat man einen traumhaft schönen Ausblick bis weit hinter Coburg.
Leider sind die Markierungen nicht ausreichend, bis gar nicht vorhanden.
GSD hatte Dominik sein Outdoor-Wanderhandy mit dabei und konnte uns gut durch den Wald führen.

Entfernung: 11,88 km
Gesamtzeit in Bewegung: 3:87 Std.
Durchschnittsgeschwindigkeit: 3,04 km/h
Anstieg: 163 m

Im Itzgrund – Storchenweg

oder: Ein bisschen Wehmut …

Lange ist es nicht mehr hin, bis eine sehr lieb gewonnen Freundin uns verlassen wird.
Ihr beruflicher Werdegang hat sie in ein anderes Land verschlagen.
Gut, Österreich ist ja nicht gerade Australien. Trotzdem wird es nicht mehr möglich sein, sich schnell mal auf einen „Mädls-Ratsch“ zu treffen.
Gerne blicken Pädda und ich auf die vielen wunderschönen gemeinsamen Wanderungen und Aktivitäten zurück.
Was ich jetzt schon vermissen werde, sind unsere gemeinsamen Abende bei „Elida“ – unserem Frensdorfer Italiener.
Egal was es war. Eine Alpenwanderung zur „Coburger Hütte“ (nein, ich war nicht mit dabei, dafür ein fast flügger Sperling) oder eine Kajakbootstour auf der Wiesent und Main. Die gemeinsamen Spielenachmittage war genauso toll, wie die Überraschung, welche Tiere wieder zur Pflege aufgenommen waren.
Es war immer eine mehr als schöne Zeit mit Euch!!!

Die Tage rasen viel zu schnell und bald wird es „Tschüss“ heißen müssen.
Um so mehr freuten wir uns, dass Zeit zwischen „Kartons packen“ gefunden wurde, um  eine kleine Wanderung mit zu laufen.
Wir entschieden uns für den Storchenweg im Itzgrund. Ein leichter, einfacher und relativ kurzer Wanderweg.
Ideal für diesen herrlichen Wintersonntag.

Der Weg und seien Route (Link zur Aufzeichnung)
Es ist ein einfacher Wanderweg, westlich und östlich des Itzgrundes. Ohne große Steigung und ohne großen Wanderanspruch. Meist auf Hartbelag, wenig über Wiesen, oder Waldwegen.
Die Route ist nicht immer gut ausgeschildert. Zum Glück hatten wir eine digitale Wanderkarte mit dabei.
Traumhaft schön sind jedoch die Blicke vom Hügel hinunter auf den Itzgrund.

Entfernung: 12,2 km
Gesamtzeit in Bewegung: 2:43 Std.
Durchschnittsgeschwindigkeit: 4,49 km/h
Anstieg: 89 m

Staffelberg – Vierzehnheiligen

oder: Wo ist die Sonne?

Es fühlt sich nach Wochen an, in der sich die Sonne sich nicht mehr gezeigt hat.
Nebel und dicke Wolken begleiteten uns die letzte Zeit.
Was für ein Glück, dass der Wetterbericht für das Wochenende „Sonne in den höheren Lagen“ angekündigt hat.
Nur: Wo sind die „höheren Lagen“ wenn man bedingt durch den erneuten lockdown auch nicht groß weg fahren darf?
Außerdem soll der Weg auf der Südseite sein. Damit wir auch wirklich Sonne abbekommen würden.

Es bleiben in dieser Gegend nur zwei „höhere Lagen“ zur Auswahl. Das Walberla oder der Staffelberg.
Wir entschieden und für den Rundweg StaffelbergVierzehnheiligen.
Es war noch ziemlich dunkel, als wir uns mit unseren Wuffies auf zum Staffelberg machten.
Tja, der Wettergott hatte leider dieses Mal kein Einsehen mit uns.
Nebel und Dunst begleitete uns ziemlich lange.
Allerdings kann sich auch Nebel von seiner schönen Seite zeigen 🙂
So wurde es doch eine tolle Wanderung!

Der Weg und seine Route (Link zur Route)
Vom Friedhof in Bad Staffelstein ist der Weg zum Staffelberg und weiter nach Vierzehnheiligen wunderbar ausgeschildert. Allerdings erfordert der Aufstieg zum Staffelberg einiges an Kondition.
Von Vierzehnheiligen aus, muss man jedoch etwas aufpassen um den richtigen Weg zurück nach Bad Staffelstein zu finden.
Verlaufen kann man sich nicht. Es gehen drei Wege zurück ans Ziel.
Bis auf ein paar kleine Stellen ist der Weg gut zu laufen.

Entfernung: 14,9 km
Gesamtzeit in Bewegung: 4:03 Std.
Durchschnittsgeschwindigkeit: 3,68 km/h
Anstieg: 341 m