Schesslitz – Gügel – Giechburg

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oder: Frühlingswanderung im Februar

Schade war es schon, dass wir heute nicht mit Anina, Hannah, Dominik und Fee laufen konnten. 🙁
Eigentlich stand heute Morgen noch alles auf „go“.
Wir wollten von Schesslitz über Demmelsdorf, weiter zum Gügel und Giechburg und zurück zum Ausgangspunkt.
Fee, Anina’s Mali, hat sich gestern Nachmittag beim spielen so verletzt, dass sie heute Morgen noch schwer humpelte.
Keine Frage: Fee konnte nicht mit und damit sie nicht den ganzen Tag alleine war, blieb der Rest der Familie auch am Krankenbett.
Schade, sehr schade!!
Wenn Fee wieder laufen kann, dann wird werden wir einen andere tolle Tour zusammen laufen!!

Der Weg und seine Route
Im Hikeline Wanderführer ist diese Route als mittlere Tour mit 19,4 km wunderbar beschrieben. Da verschiedene Wanderwege auf dieser Route ausgeschildert sind, ist es schwierig diesen Weg in Kurzform wiederzugeben.

Entfernung: 19,9 km
Gesamtzeit in Bewegung: 4:43 Std.
Durchschnittsgeschwindigkeit: 3,86 km/h
Anstieg:  440 m

Die Galerie kann etwas Ladezeit benötigen

Die Halbinsel Sao Lourenco

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oder: der frühe Vogel fängt den Fisch … ???

Am ersten Tag weckte uns die Sonne, die über dem Meer aufging und direkt in unser Schlafzimmer strahlte. Naja, wenn man es genau nimmt, wurden wir jeden Tag so geweckt, außer wir stellten den Wecker vor 7:00 Uhr.
Trotz der wenigen Schlafstunden der Anreisenacht entschieden wir uns aus dem Bett zu springen um die Insel zu erkunden. Unser Hotel stand auf der Steilküstenklippe bei Santana und es war nicht weit zu unserem ersten Wanderziel, der Halbinsel Sao Lourenco.
Im Wanderführer wird diese blaue Route als „spektakuläre Felsenküste“ beschrieben.
Gut, man muss jetzt eines dazu sagen. Menschen (so wie ich), die unter Höhenangst leiden, sollten sich die Wanderführer genau ansehen. Es gibt nämlich immer wieder Passagen in den Wegen, die mich zum umkehren oder warten auf Pädda veranlasst haben. Pädda hatte zum Glück immer seinen Foto zur Hand, um mir abends die Stellen zu zeigen, die am Endpunkt der Route waren.

Der Weg und seine Route
Man kann diesen kurzweiligen Wanderweg nur empfehlen. Allerdings muss man unbedingt beachten, dass man zeitig am Start sein muss, da dieser Weg doch sehr frequentiert ist.

Vom Kreuzberg bei Dörfleins zur Helenenkapelle

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oder: das Schöne liegt so nah

Keine Ahnung wer von uns beiden diese kleine Wanderkarte aufgegabelt hat … ist auch völlig egal. Jedenfalls lag sie lange Zeit, völlig zu Unrecht nicht beachtet, bei meinen Wanderkarten. Vor kurzem wurde sie von mir wieder hervor gekramt, da relativ kurze Touren im Naturpark Haßberge vorgeschlagen sind. „Kurz“ heißt für mich Touren unter 10 km. Die sind momentan ideal um unsere kleine Motsi aufs weitere Wanderleben vorzubereiten. Einfache Touren, in der Nähe, die man relativ schnell abkürzen, oder abbrechen kann.

Nachdem wir seit Samstagmittag den Hund einer Freundin für ein paar Tage als Gasthund haben, nutzten wir den gestrigen wunderschönen sonnigen Apriltag um die Route 18 dieser Wanderkarte zu laufen. Von Dörfleins über den Kreuzberg, hinauf zur Helenenkapelle und hinunter zum Main. An dessen Ufer läuft der Weg entlang zum Ausgangspunkt.

Der Weg und seine Route
Man kann diesen hervorragend ausgeschilderten Wanderweg nur empfehlen. Der etwas steile Anstieg zum Kreuzberg wird mit einem überragenden Blick auf Bamberg belohnt. Weiter geht es durch den Mischwald zur Helenenkapelle und weiter hinab zum Main, um an dessen Ufer den Rückweg über zwei Keller zu gehen.

Entfernung: 7,54 km
Gesamtzeit in Bewegung: 2,39 Sunden
Durchschnittsgeschwindigkeit: 2,84 km/h
Anstieg: 179 m

Zur Weißmainquelle

15_DSC_3830_tonemappedoder: einer der schönsten Wanderwege in Oberfranken

Einen Fauxpas hatte ich mir geleistet. Meine Kamera ist immer dabei, wenn wir unterwegs sind. Nur, von diesem wunderbaren Flecken im Frankenwald, gibt es von mir keine Fotos. Wir übernachteten in der Bischofsmühle – OT Helmbrechts. Die An- und Abfahrt war schon Klasse. Auf einer engen, kurvenreichen Schotterstraße, mitten durch den Frankenwald, kommt man in ein kleines Tal in dem die Bischofsmühle steht. Ein topp renoviertes Gasthaus mit einer hervorragenden Küche. An die fränkischen Klöße aus dieser Küche werde ich noch lange denken.

Am nächsten Morgen machten wir uns auf Richtung Bischofsgrün. Ein kleines Örtchen, das für die Skifahrer vielleicht ein Begriff ist. Der Ochsenkopf, Hausberg von Bischofsgrün,  ist der höchste Berg im Fichtelgebirge und im Winter meist schneesicher. Von hier aus wanderten wir los um an die Weißmain Quelle zu kommen. Naja, eigentlich war das nicht zwingend mein Wunsch, das hat sich halt so mit ergeben. Ich wollte gerne diesen Weg entlang des Weißmains laufen den ich vor vielen Monaten als „den“ Wanderweg des Mains im Internet gefunden habe.
Die „Hoffmännsche Diskussion“ hielt sich heute sehr in Grenzen und wir wanderten einem wildromantischen Pfad dem Weißmain entlang zu seiner Quelle hoch.
Jessass – heute hatte ich mich irgendwie verschätzt. Der Weg ist mit knapp 450 Höhenmetern angegeben, was für uns ja eher ein Spaziergang ist. Allerdings sind diese Höhenmeter nicht durchgängig, sondern die letzten 900 Meter zum Weißmainfelsen hatten es in sich. Pädda stieg die Treppen noch bis ganz hoch um einen wunderschönen Ausblick ins Schneebergmassiv zu bekommen. Weiter ging es über den Ochsenkopf um talabwärts nach Bischofsgrün zu gelangen.
Leider hatten wir heute kein Navi an, da man(n) kein Ladegerät mit im Koffer hatte und man(n) ja nicht weiß, dass das Handy nur einen Tag lang hält und dann wieder an die Steckdose muss.
Egal – schön wars trotzdem!

Der Weg ist mit ca. 11 km ausgeschildert und 420 Höhenmeter. Der Belag waren meist typische Wanderpfade, Hartbelag war nur innerhalb der Ortschaften vorhanden. Allerdings sollte man unbedingt trittsicher sein und gutes Schuhwerk an den Füßen haben „Schläpplie“ sind hier weniger angebracht.

Frankenweg – vom Rennsteig zur Schwäbischen Alb

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Tag 6 – Weismain – Bad Staffelstein

Ein bisschen wehmütig sah ich auf den 6. Wanderurlaubstag. Die heutige Etappe sollte der letzte Abschnitt sein.
Auch an diesem Tag wollten wir einige Kilometer für Smilla einsparen und auf meiner Wanderkarte war ein kurzer Querweg eingezeichnet, der wieder direkt auf den Frankenweg führte. Der Weg ist als „Pfauengrund“ ausgeschildert und mündet in den Frankenweg.
Tja, kann ich da nur sagen – wir Franken sind halt doch etwas anders und dieses Mal hat es mich voll mit erwischt.
PfauenGRUND ist für mich ein Weg, entlang einem kleinen klaren Bächlein und Bächlein fließen bekanntlich nicht auf  Bergen, sondern entlang einem ruhigen Tälchen.
Ich hätte es besser wissen müssen!
Im Frankenland, wo man nicht „in“ den Keller geht, sondern „auf“ den (Bier)-Keller, ist der Pfauengrund eben nicht unten, sondern oben auf dem Berg.
„Schnauff“, kann ich dazu nur sagen. Laufen wir halt langsam hoch. Der Rucksack drückte auch nicht mehr.  Meine Muskulatur war dank meines liebenden Gattens, der diese täglich masierte, beweglich und geschmeidig (Päddas Blasen wurden im Laufe unseres Marsches leider immer größer).
Der Himmel strahlt an diesem Tag ein tief sattes Blau aus, dass es schon fast unerträglich schön war.
Wir drei liefen einfach von selbst. Hinauf und hinab, durch die blühenden Rapsfelder, den Duft des Flieders einatmend, entlang der Wiesen, die in den schönsten Farben erstrahlten – es war einfach nur SCHÖN!!!
Berauschend war unsere letzte Schleife, die wir uns unwissentlich gönnten. Es waren ca. 800 Meter, die es allerdings in sich hatten. Wir liefen auf einem schmalen, steinigen Weg entlang und wir hatten den absolut schönsten Einblick auf Kloster Banz und Vierzehn Heiligen. Ich war berauscht von diesem Anblick – bis ich auf den Boden sah um sicheren Tritt zu finden. Rechts neben mir war alles ungesichert und (für mich jedenfalls) mindestens 1.000 Meter in die Tiefe gehend. Super – für einen Menschen wie mich, der Höhenangst hat!! Pädda registrierte sofort was bei mir ab lief. Er sprach auf mich ein, wie auf einen kranken Gaul, nicht nach unten zu sehen. Nach etwa 30 Meter war der Spuk vorbei und ich hatte wieder Bäume links und rechts neben mir und der Abhang war auch für mich wieder einsehbar.
Nach einer längeren Rast und einem für mich gesicherten Blick übers Land (ich stand dann ca. 20 Meter weg vom Abgrund) ging es auf der Hochebene weiter Richtung Staffelberg. Kurz davor verließen wir den Frankenweg um nach Bad Staffelstein …. klar … „abzusteigen“ 😉

Was soll ich zu diesem wirklich absoluten wunderbaren Weg sagen?
Es ist ein berauschendes Naturerlebnis. Der Weg, die Übernachtungen, das Essen, die Menschen die wir getroffen haben  – alles, wirklich alles war perfekt!
Wir sind, wenn überhaupt, nur ein Fünftel des Weges gelaufen. Ab und an fiel das Tracking aus, da dies im tiefen Frankenwald nicht immer funktioniert.
Pädda und ich haben uns fest vorgenommen, diesen Weg weiter zu laufen. Die nächsten Etappen werden Tagestouren rund um unser zu Hause sein, die ich hier unter „Frankenweg“ mit führen werde.
Unsere kleine Hündin Smilla ist mehr als tapfer mit gelaufen. Für sie wird es wohl die letzte mehrtägige Streckenwanderung gewesen sein, da das Mädel nun auch schon ein stattliches Alter von über 12 Jahren erreicht hat.

Fazit:
Mausl, es waren körperlich sehr anstrengende Tage, manchmal auch stressige Momente … trotzdem freue ich mich wahnsinnig auf die nächsten 400 km, die ich mit dir auf dem Frankenweg zusammen laufen werde!!!

Entfernung: 24,7 km
Gesamtzeit in Bewegung:  6:48 Stunden
Durchschnittsgeschwindigkeit: 3,6 km/h
Anstieg: 710 m