Frensdorf – Wind – Herrnsdorf – Frensdorf

Einsamer Baumoder: raus und laufen

Der Wetterbericht versprach trockenes Wetter, die von gestern übrig gebliebene halbe Gans konnte auf uns warten bis wir wieder zurück sind. Also raus und wieder eine Runde laufen. Unsere Winterwanderungen laufe ich gerne bei uns in der Nähe, da die Anfahrtszeit weg fällt und heute hatte ich auch keine Hundelgassiegängerin für Rusty, der altersbedingt nicht mehr mit uns mit wandern kann. Um so mehr freute ich mich, als Pädda  unsere altbekannte Route von Frensdorf nach Wind und über Herrnsdorf zurück, vorschlug.

Der Weg und seine Route
Uns bekannter Wanderweg, durch Wälder, Wiesen und entlang durchs Ebrachtal. Der Weg war heute relativ gut zu laufen, ein bisschen Matsche, ansonsten trocken.

Entfernung: 15,97 km
Gesamtzeit in Bewegung: 3:37 Sunden
Durchschnittsgeschwindigkeit: 4:41 km/h
Anstieg: 238 m

Nussknacker und Mäusekönig

Weihnachten im Schnee

Weihnachtsmärchen von E.T.A. Hoffmann (1776-1822)

Am vierundzwanzigsten Dezember durften die Kinder des Medizinalrats Stahlbaum den ganzen Tag über durchaus nicht in die Mittelstube hinein, viel weniger in das daran stoßende Prunkzimmer. In einem Winkel des Hinterstübchens zusammengekauert saßen Fritz und Marie, die tiefe Abenddämmerung war eingebrochen, und es wurde ihnen recht schaurig zumute, als man, wie es gewöhnlich an dem Tage geschah, kein Licht hereinbrachte. Fritz entdeckte ganz insgeheim wispernd der jüngeren Schwester (sie war eben erst sieben Jahre alt geworden), wie er schon seit frühmorgens es habe in den verschlossenen Stuben rauschen und rasseln und leise pochen hören. Auch sei nicht längst ein kleiner dunkler Mann mit einem großen Kasten unter dem Arm über den Flur geschlichen, er wisse aber wohl, dass es niemand anders gewesen als Pate Drosselmeier. Da schlug Marie die keinen Händchen vor Freude zusammen und rief: Weiterlesen

Kaamos

Weihnachtskugel

Es war kalt geworden am Polarkreis und es war die Zeit der Wintersonnenwende, wo die Sonne nicht mehr über den Horizont kommt.

Im Himmel herrschte große Aufregung. Petrus hatte doch bisher versäumt es schneien zu lassen.
Jetzt, wo die Zeit knapp wurde, hatte er alle Schneeflocken versammelt, die er finden konnte, um sie auf ihren Weg auf die Erde zu schicken.

Eine der kleinsten Schneeflocken wirbelte schon den ganzen Morgen aufgeregt herum.
Sie wollte doch endlich sehen, wie es jenseits des Himmels aussah und so hüpfte sie immer wieder zum Ausgang, doch bis auf einen Rest des Mondlichtes und das letzte Schimmern der Sterne, konnte sie nichts entdecken.

Petrus und seine Helfer polierten noch schnell die letzten Schneeflocken auf Hochglanz, sortierten alle schön nach ihrer Größe und schliffen eilig einige Kristalle nach.
Der erste Schnee sollte doch besonders schön ausfallen.

Endlich gab Petrus sein Kommando und huiiiiii sprangen die Schneeflocken in die Tiefe.

Hach war das eine Freude und die kleine Schneeflocke jauchzte. Sie wirbelte um ihre eigene Achse und sah entzückt zu allen Seiten.

Der Flug auf die Erde war kurz, da durfte man sich nichts entgehen lassen.

Zur gleichen Zeit hatte sich eine junge Hündin nieder gelegt.
Eine kleine Bodenkuhle hatte sie sich gesucht um ihre ersten Kinder zu bekommen.
Drei kleine Welpen lagen schon an ihrer Seite, kuschelten sich an ihr warmes Fell und nuckelten zufrieden an ihren Zitzen.

Doch eines fehlte noch.

Die junge Hündin war mittlerweile schon sehr erschöpft.
Die Geburt hatte Kraft gekostet und die Nacht war eisig kalt.
Etwas Wärme bekam sie von ihren Kleinen, aber ob das ausreichen würde, um sie auch noch ihr letztes Kind gebären zu lassen?
Wieder kam eine Wehe und sie schaute in den Himmel.

Die kleine Schneeflocke hatte zwischendurch ein paar Sturzflüge eingebaut, war sie doch einfach zu neugierig, was sie am Ende ihrer Reise erwarten würde.

Doch halt, was spürte sie denn da?
Ein Blick hatte sie gestreift. Schnell schwenkte sie in die Richtung.

Ein paar wunderschöne Augen schauten die Schneeflocke an.
Aber irgendetwas war nicht richtig; was wollten diese Augen ihr nur sagen?

Die Hündin war kurz davor aufzugeben. Sie hatte ja noch keine Erfahrung mit Geburten und ihre Kräfte waren fast aufgebraucht.

Mittlerweile war der Morgen angebrochen und ein Zipfel der Sonne war erschienen, aber wo blieb denn der Rest?
War denn schon Wintersonnenwende?
Sie brauchte doch die Wärme der Sonne, um noch bis zum Ende durchhalten zu können.
Sollte ihr das verwehrt bleiben?

Die kleine Schneeflocke war nun fast am Ende ihrer Reise.
Mit schnellen Wirbeln hatte sie es geschafft, immer näher an die Hündin heranzukommen.

Hilf mir, schien ihr Blick zu sagen.
Hilf mir, hörte sie es nun immer deutlicher, ich brauche die Wärme der Sonne, denn sonst wird mein Sohn nicht geboren werden.

Noch war die Verbindung zum Himmel nicht abgerissen, denn es fehlten einige wenige Meter, bis die Schneeflocke die Erde berührte.
Dann würde die kleine Schneeflocke nichts mehr tun können.
Nur der Himmel konnte hier noch helfen.

Auf einmal bildeten die Schneeflocken eine Kette, immer höher und höher, bis die letzte Schneeflocke, die gerade aus dem Ausgang im Himmel springen wollte, erreicht war und Stopp …

Die Hündin sah wieder in den Himmel.
Endlich, endlich ging die Sonne auf, auf die sie so dringend gewartet hatte.
Die Wärme gab ihr die Energie, die gefehlt hatte und mit letzter Kraft, schob sie ihr Kind aus ihrem Leib.

Strahlend weiß war ihr Sohn, so wie der schönste erste Schnee und als sie ihm ins Gesicht schaute, öffnete er ganz kurz seine azurblauen Augen, die ihr wie wunderschöne klare Eiskristalle entgegen funkelten.

Kaamos sollst du heißen, sagte sie zu dem Kleinen, mystischer Winter, denn wann hat man mal erlebt, dass die Sonne zur Wintersonnenwende doch aufgeht?

Und zufrieden kuschelte sie sich mit ihren Kindern noch ein wenig tiefer in ihre Bodenkuhle und leckte sich einen kleinen Wassertropfen von der Nase.

A. Schmiemann

Die erste Adventskerze

Weihnachten

Die Vorweihnachtszeit hatte begonnen und wie es bei vielen Menschen Tradition war, standen überall Adventsgestecke auf dem Tisch.

Auch bei Minos und Fly, 2 Hunden, die in einer Familie im Münsterland wohnten, stand ein Gesteck aus Tannengrün und Weihnachtsschmuck und 4 Kerzen auf dem Esszimmertisch.

Die beiden Hunde freuten sich schon auf die Sonntage, wo immer eine Kerze mehr angezündet wurde, denn dann gab es leckere Weihnachtsplätzchen. Auch für sie fiel immer mal wieder ein Plätzchen ab, was diese Zeit im Jahr zu einer der schönsten Zeit machte.

Dieses Jahr gab es auf dem Gesteck cremefarbene Kerzen, die wie eine Pyramide nach oben verliefen. Die erste Kerze war dabei die größte von allen, musste sie doch auch am längsten durchhalten und brennen. Sie bekam dafür aber auch die ganze Vorweihnachtszeit mit, bis sie am letzten Abend, dem Heiligen Abend, zum letzten Mal brannte. Dann sollte sie ein wunderschöner Weihnachtsbaum ablösen.

Immer schon hatte sich die Kerze gewünscht, diesen Augenblick miterleben zu dürfen, doch trotz all der Länge, die sie mitbekommen hatte, reichte ihre Brenndauer nicht aus. Sie erlosch, bevor der Weihnachtsbaum entzündet wurde. Das machte die Kerze sehr traurig und immer wenn sie daran dachte, perlte ein wenig Wachs an ihrer Seite herunter.

Sie brauchte Hilfe, das stand eindeutig fest.
Jetzt wäre die Weihnachtszeit nicht Weihnachtszeit, wenn hier nicht manch ein Wunder geschieht.
So geschah es, dass die Kerze eines abends, dem dritten Advent, ihre Bitte den beiden Haushunden zutrug. Ja, ihr habt richtig gehört, die Kerze bekam eine Stimme. Weiterlesen

Der kleine Schneeball

Erste Advent

Der kleine Schneeball saß am Abhang des Berges und ihm wurde ganz schwindelig. Da sollte er runter? Nicht nur das der Abhang steil war, nein, es gab auch noch etliche Tannen, die aus der Erde ragten. Oh Gott, dachte er, wenn ich jetzt nicht richtig lenke und dagegen krache, was geschieht dann mit mir? Kleine Wasserperlen sammelten sich auf seiner Stirn, die sofort wieder zu Eis gefroren und wie kleine Diamanten auf seiner Stirn glänzten.
Mittlerweile war es voll geworden auf dem Berg. Die Schule war aus und alle Kinder des Dorfes hatten sich mit ihrem Schlitten auf den Weg zum Berg gemacht. Der Schneeball kullerte etwas zur Seite und beobachtete, wie die Kinder den Berg heraufkamen. Die etwas größeren Kinder, die schon letztes Jahr gerodelt waren, halfen den kleineren Kindern dabei, ihren Schlitten richtig auszurichten.
„Rechts, links, dann wieder scharf rechts“, hörte er sie sagen und schon „Huihhhhhhh“, ging die Fahrt los. Weiterlesen