Urlaub in der Bretagne

Bretagne

oder: unsere Reise ans Ende der Welt

Ja, so wird das Departement genannt. Finistére bedeutet so viel wie „Ende der Welt“ – und da waren wir dann auch.

Letzten Sommer wurde beschlossen, dass Pädda frisch geerntete Austern aus der Bretagne schlürfen wird.
Naja, mein Ding sind Austern nicht.
Egal – vor ein paar Tagen wurde alles notwendige für einen Urlaub am Ärmelkanal ins Auto gepackt.
Unsere Route führte uns von Frensdorf nach Unkelbach.Unkelbach_DSC_3491
Mit meiner Freundin und unseren beiden Männer verbrachten wir wunderschöne Stunden.
Abends saßen wir zusammen am Rhein zum Essen und es versprach ein toller Urlaub zu werden.

Am nächsten Morgen fuhren wir über Aachen Richtung Frankreich.
Unsere Route führte uns durch das Land der Fritten.
Pädda fand eine Pommes-Bude in Huy (Belgien) und wir beschlossen an der Maas zu rasten.

Weiter gings nach Saint-Amand-les-Eaux unserer erste Übernachtung in Frankreich.
Trotz Navi mussten wir dieses Anwesen suchen.
Es liegt abseits der Straße, in einem wundervollen Park.


Der Besitzer des Hauses ist Brite.
GSD! Denn in Frankreich kommt man sprachlich gut weiter, wenn man der französischen Sprache mächtig ist.
Nach einem super guten Frühstück führte unser Weg weiter zu unserer dritte Übernachtung.

In Saint-Vaast-la-Hougue übernachteten wir in einem Mini-Chalet. Ein kleines Gartenhäuschen steht im riesigen Garten eines ehemaligen Bauernhofes.
Vom Platz her war dies ein kleiner Vorgeschmack auf unsere Wo-Mo.Touren, die wir hoffentlich irgendwann realisieren können.

Zeitig brachen wir am  nächsten Morgen auf. Mein Wunsch war es, am Nachmittag am Meer entlang zu laufen.
Dieser Wunsch wurde mir erfüllt!
Bei schönsten Wetter erreichten wir unser Urlaubsdomizil in Primel Trégastel.
Was für ein Traum!

In dem kleinen Örtchen Primel verbrachten wir (fast) eine Woche.
Es war herrlich, traumhaft schön!
Einsam, keine Menschen, kein Trubel, Ruhe ohne Ende, kein Stress, nichts, einfach nichts gab es hier.
Wenn ich morgens mit den Hunden lief, war der Ort ausgestorben. Abends saßen wir zu unserem Sundowner fast alleine auf der Bank und sahen dem Meer zu.
Voller wurde es erst am Feiertag „Christi Himmelfahrt“. Aber auch an diesem Tag war man fast alleine unterwegs.

Leider geht auch mal der schönste Urlaub zu Ende und wir traten beide schweren Herzens unseren Heimweg an.
Dieses Mal fuhren wir nicht nördlich an Paris vorbei, sondern nahmen die Südroute.
Pädda hatte hier ein kleines Juwel über ein Buchungsportal gefunden.
Am Rande der Champagne, in einem Dorf namens Vougrey, wo sich Hase und Fuchs Gute Nacht sagen, inmitten der wunderschönen, saftigen Weiden, auf denen die Charolais Rinder frei laufen können.


Der Hausherr gab uns noch einen ganz besonderen Tipp zum Abendessen.
Im nächsten Dorf würde es ein kleines Lokal Auberge Sans Nom geben, in dem man ganz gut essen könne.
Ja hmm … „ganz gut“ war ein bisschen untertrieben. Es war das beste Rindfleisch, das ich jemals gegessen habe.
Ein Entrecote vom Charolais-Rind. Ein Traum!

Der nächste Morgen begrüßte mich mit einem wundervollen Sonnenaufgang. Leider hatte ich keinen Foto dabei, als ich mit den Hunden zur Morgen-Gassie-Runde unterwegs war.
Versüßt hat sich dadurch unsere Abreise nicht – im Gegenteil.

Wir beide sind uns einig, dass wir die Bretagne noch einmal besuchen werden.
In diesem Urlaub hatten wir die Nord-Bretagne gesehen, die West-Bretagne steht mit einem Besuch noch an.

Es war ein perfekter Urlaub.
Vor der Fahrt hatte ich ein bisschen Sorge, ob Fiete die lange Autofahrt überstehen würde. Er hasst Autofahren. Nach dem zweiten Tag hat er es sich anders überlegt und lag schon nach den ersten 10 km. Vielleicht lag es auch an Rotrauts weichen Decken, auf denen er im Auto schlief?
Die beiden Wuffels haben die 3.500 km toll „mit gemacht“.

Wie oben schon beschrieben, kommt man in Frankreich gut mit der Französischen Sprache weiter. Englisch wird ab und an gesprochen, Deutsch fast gar nicht. Trotzdem sind wir beide weder verhungert noch verdurstet. Die Menschen sind so liebenswürdig – sie hatten viel Verständnis und Geduld für uns. Egal, ob wir 5 Scheiben Schinken im Tante-Emma-Laden kauften, oder frische Austern im Fischladen.

Ob der Urlaub „teuer“ war kann Pädda erst nach der Abrechnung sagen.
Gefühlt sind die Lebensmittel preislich im Niveau von Deutschland.
Was halt die Anreise in die Bretagne „verteuert“ sind die Autobahngebühren. Aber – dafür hat man fast leere Straßen und kommt mehr als zügig und ohne Stau von A nach B.

Wer jetzt so weit gelesen hat, fragt sich bestimmt:
„War das jetzt  alles an Fotos und Berichte?“

Nein – es kommen noch ein paar Berichte und Fotos.

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